Die kommenden Tage

D 2010
Johanna Wokalek und August Diehl auf Mission

Johanna Wokalek und August Diehl auf Mission

Die Europäische Union ist zerfallen, in Saudi-Arabien herrscht Krieg um Öl, gegen Flüchtlingswellen werden Mauern errichtet, der Terrorismus nimmt neue Formen an. Es ist eine dunkle Zukunft, die der deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Lars Kraume ("Keine Lieder über Liebe") in seinem Science-Fiction-Drama "Die kommenden Tage" für das Jahr 2023 zeichnet.

Ähnlich vielversprechend wie der politische Inhalt ist die Besetzung, Jungschauspieler wie Daniel Brühl und Johanna Wokalek sind an Bord. Doch das 130-minütige Epos, das auch in den Tiroler Alpen gedreht und von Cine Tirol koproduziert wurde, hält nicht was es verspricht: überzogen düster, unerträglich pathetisch und langwierig gestaltet sich der Streifen. Am 5. November startet er in den österreichischen Kinos.

Kraumes Film startet in der Gegenwart und begleitet eine Berliner Mittelstandsfamilie vom Heute in die unsichere Zukunft. Die zwei Schwestern Laura (Bernadette Heerwagen) und Cecilia (Johanna Wokalek) könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Laura von Kindern und einer Zukunft mit ihrer großen Liebe Hans (Daniel Brühl) träumt, folgt Cecilia blind dem jungen Revoluzzer Konstantin (August Diehl) in die Untergrundszene der "Schwarzen Stürme". Was als Protestbewegung anfängt, entwickelt sich zur Terroristengruppe "Schwarze Stürme", die die Zivilisation abschaffen will, "bevor sie den Planeten zerstört".

Während die Bedingungen in Berlin härter, die Menschen ärmer, die Kriege brutaler und die Ressourcen knapper werden, sieht Laura ihre rosige Zukunft in Gefahr, als klar wird, dass Hans und sie aufgrund einer genetischen Krankheit keine Kinder bekommen können. Sie entscheidet sich für ein Kind und gegen ihre Liebe zu Hans, der sich daraufhin in jene Tiroler Berghütte zurückzieht, in der sie ursprünglich als Familie leben wollten. Doch schon bald merkt Laura, dass sie in der sich stets verdunkelnden Welt niemandem mehr vertrauen kann und sie ihr Kind in keine lebenswerte Zukunft geboren hat.

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