Die Hochzeit unserer dicksten Freundin

Komödie, USA 2012
Die Brautjungfern stürzen die Hochzeit ins Chaos

Die Brautjungfern stürzen die Hochzeit ins Chaos

Spätestens seit "Brautalarm" im vergangenen Jahr ist klar, dass derbe Hochzeitskomödien nicht mehr den Männern vorbehalten sind. Nun kommt mit "Die Hochzeit unserer dicksten Freundin" der US-Regisseurin Leslye Headland erneut eine weibliche Version der "Hangover"-Entgleisungen in die Kinos. Angekündigt als schrille Komödie, entpuppt sich das Regiedebüt aber auch als bittersüßes Drama.

Beim Lunch mit der perfektionistischen Regan (Kirsten Dunst) bestellt die übergewichtige Becky (Rebel Wilson) nicht nur ungeniert Burger, Pommes und Cheesecake, während Regan dem Kellner klare Anweisungen für ihren garantiert fettfreien Salat gibt. Nein, Becky eröffnet ihrer Highschool-Freundin auch, dass sie ihren gut aussehenden, wohlsituierten Freund Dale heiraten wird. Völlig schockiert ruft Regan die anderen beiden Freundinnen des einstigen Vierergespanns, Gena (Lizzy Caplan) und Katie (Isla Fisher), an und macht keinen Hehl daraus, dass doch eigentlich sie es verdient hätte, als erste geheiratet zu werden. Trotzdem - oder gerade deswegen - wird sie zur Haupttrauzeugin, die versucht, alles unter Kontrolle zu behalten.

Und so reisen die zynische, unangepasste Gena und die unterbelichtete, naive Katie in New York an, um zum Junggesellinnen-Abschied mit Becky richtig abzufeiern. Doch es kommt, wie es kommen muss, der Abend geht irgendwie schief und irgendwann vergnügen sich Regan, Gena und Katie allein auf einem Hotelzimmer mit Kokain, Champagner - und dem überdimensionierten Hochzeitskleid, das prompt reißt. Es folgt eine Suche nach einer Lösung - eigentlich um das Kleid zu retten. Doch schnell wird klar, dass die drei Mädels auch auf der Suche nach der großen Liebe und damit nach Mr. Right sind. Katie versucht, den verklemmten Verehrer aus der Highschool im Hotelpool zu verführen, Regan gönnt sich einen Quicky auf der Toilette und Gena trifft ihre niemals vergessene Highschool-Liebe, um die sie wenig charmant buhlt.

Regisseurin Leslye Headland spart nicht an derben Sprüchen und lässt die heiratswilligen Frauen den Männer in nichts nachstehen. Zugleich versucht sie, die Ambivalenz der modernen Frau und weiblicher Freundschaften zu thematisieren, lässt kein Problem, mit dem die drei Frauen seit ihrer Jugend kämpfen, aus: Bulimie, Abtreibung und Geltungssucht.

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