Die Herzogin von Langeais

Drama/ , F/I 2007
Kokettes und hoffnungsloses Spiel um die Liebe

Kokettes und hoffnungsloses Spiel um die Liebe

Nouvelle Vague-Regisseur Jacques Rivette porträtiert in die "Herzogin von Langeais" die schöne Aristokratin und den Kriegsheld Armand in einem verletzenden, koketten und doch hoffnungslosen Spiel um die Liebe, an dessen Ende jeder als Verlierer da steht. Als Hauptdarsteller des Dramas fungieren Jeanne Balibar und Guillaume Depardieu, die sich ihrer unglückseligen Gefühlswelt hingeben.

Die unglückliche "Liebesgeschichte" ist im Frankreich des frühen 19. Jahrhunderts angesiedelt. Sie, die Herzogin von Langeais (Jeanne Balibar), ist eine verwöhnte Dame, reich, frech und unerfahren. Er, der General von Montriveau (Depardieu), hat in seinen Jugendjahren Napoleon gedient und in Afrika nach Nilquellen geforscht. Die Herzogin findet Montriveau interessant und fängt ein Katz- und Maus-Spiel an: Sie will geliebt werden, macht ihm Hoffnungen, ohne ihn zu erhören, und schließlich dreht er den Spieß um - bis die Herzogin erkennt, was sie verloren hat.

"Ich mache eigentlich nur Filme, um nicht zu reden, nur die Aktion ist gut", meinte Guillaume Depardieu. "Deshalb habe ich nun einen Film gemacht, in dem man sehr viel redet, denn ich tue immer das Gegenteil dessen, was ich machen will oder wovor ich mich fürchte." Er kam zur Viennale nach Wien, obwohl er solchen Trubel nicht mag. "Festivals sind eine Tortur für mich, aber es ist in Ordnung, denn ich fahre nicht so oft auf Festivals. Manchmal ist es auch interessant, erklären zu müssen, was du machst, manchmal lernst du dabei auch was."

In Rivettes Adaption spielt das Element der Zeit eine entscheidende Rolle. Zu spät oder zu früh dran zu sein, entscheidet über Glück oder Verderben. Gleichzeitig spielt der Franzose darüber hinaus gekonnt mit der Sprache Balzacs, die überraschende Geschwindigkeitswechsel bereit hält.

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