Die Geschichte vom weinenden Kamel

Dokumentation/ , D/MGL 2003
Die Geschichte vom weinenden Kamel

Mit dem ergreifenden Dokumentarfilm "Die Geschichte vom weinenden Kamel" ist den beiden Münchner Filmhochschulstudenten Byambasuren Davaa und Luigi Falorni ein Überraschungshit gelungen, der international Furore macht: einfühlsam, exotisch, einzigartig.

Südmongolei, Wüste Gobi: Auf dünnen, staksigen Beinen nähert sich ein eben geborenes Kamelfohlen seiner Mutter, die ihr Junges verstört wegstößt. Vergeblich versuchen die Hirten immer wieder, das kleine, weiße Kamel zum Säugen an das Muttertier heranzuführen. Um das hilflose Jungtier vor dem Hungertod zu bewahren, setzen die Nomaden auf ein uraltes Ritual. Ein Musiklehrer aus der fernab gelegenen Stadt soll mit den magischen Klängen einer Pferdekopfgeige die Kamelmutter zum Weinen bringen und damit ihr Herz erweichen.

"Es passiert immer wieder, dass eine Kamelmutter ihr Junges auf Grund bestimmter Umstände nicht annimmt", sagt die in der Mongolei aufgewachsene Regisseurin Davaa. "Ich wollte jedoch nicht nur einen Film über dieses Ritual drehen, sondern auch etwas über das Leben in der Mongolei erzählen." Gemeinsam mit dem italienischen Co-Regisseur Falorni begann sie im Februar 2002 mit den Recherchen zu diesem ambitionierten Dokumentarfilmprojekt. Nach Tausenden von Wüstenkilometern stießen sie in der Mongolei schließlich auf eine Nomadenfamilie mit einer großen Kamelherde, die das kleine Filmteam aus Deutschland nicht nur bei seiner Arbeit unterstützte, sondern auch ihr eigenes Leben bereitwillig vor der Kamera dokumentieren ließ.

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