Die Geisha

Drama/Romanze, USA 2005
Kirschblütenregen - Japan-Klischees im US-Kino

Kirschblütenregen - Japan-Klischees im US-Kino

Eine Geisha steht in ihrer Rolle als elegante Künstlerin inmitten einer reichen Männerwelt stets im Rampenlicht. Ihr eigentliches Leben und ihre Wünsche bleiben hingegen verborgen wie ihr Körper unter dem Kimono. So geht es auch Sayuri in Arthur Goldens Bestseller-Roman "Die Geisha", der nun als Vorlage für eine ausschweifende Verfilmung von Rob Marshall diente.

Es regnet viel in Japan zu Beginn der 30er Jahre. Ein kleines Mädchen wird von seiner mittellosen Familie in die Stadt verkauft, dort verdingt es sich als Hausmädchen und kämpft mit den Intrigen der Geisha Hatsumomo (Gong Li). Später erfährt Chiyo, so der Name des Mädchens, vom Tod ihrer Familie und der Flucht ihrer Schwester, vollkommen am Boden erlebt sie jedoch plötzlich zum ersten Mal eine freundliche Tat: ein Mann kauft ihr etwas Süßes. Sie verliebt sich in den Unbekannten, nach dem kleinen Zufall ändert sie ihr Leben: aus dem schüchternen Mädchen wird langsam die berühmte Geisha Sayuri (großartig: Ziyi Zhang).

Doch diese Wandlung bedeutet harte Arbeit für das Waisenmädchen. Sie muss von ihrer Ausbildnerin Mameha (Michelle Yeoh) lernen zu tanzen, zu musizieren und Konversation zu machen, ähnlich wie die Helden in den amerikanischen Asien-Actionepos-Phantasien "Batman Begins" oder "Last Samurai" entwickelt sie sich nur mühsam zur alles überstrahlenden Figur. In allen Filmen war auch Ken Watanabe mit von der Partie: In "Die Geisha" ist er der freundliche Mann, dem Sayuri ihre Liebe widmet und der für sie auch gesellschaftlich eine große Rolle spielt.

Das vorbestimmte Glück scheint aber unerreichbar: viel zu festgelegt ist Sayuri in ihrem Beruf, viel zu groß ist der Hass ihrer Widersacherin Hatsumomo, viel zu undurchsichtig ist die Verbindung zu ihrem Verehrer Nobu (Koji Yakusho). Schließlich ändern aber ausgerechnet das Übel des Zweiten Weltkriegs und die anschließende Hinwendung Japans zur westlichen Moderne das Leben Sayuris grundlegend.

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