Die Gärtnerin von Versailles

Komödie/Drama, GB 2014
Sabine De Barra und Andre Le Notre beginnen eine Romanze

Sabine De Barra und Andre Le Notre beginnen eine Romanze

Eine nie dagewesene Palastanlage, der "Himmel auf Erden" schwebte dem französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. in Versailles vor. Sein Mann für das Unmögliche: Landschaftsarchitekt Andre Le Notre. Schauspieler und Regisseur Alan Rickman erweitert in "Die Gärtnerin von Versailles" das Gespann um eine starke Frau, die von Oscarpreisträgerin Kate Winslet verkörpert wird.

Gartenarchitekt Andre Le Notre (Matthias Schoenaerts) hat Ende des 17. Jahrhunderts alle Hände voll damit zu tun, die Vision des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV. (Alan Rickman) von einem opulenten Barockgarten in Versailles umzusetzen. Die Vorstellungen der unkonventionellen Landschaftsgestalterin Sabine De Barra (Kate Winslet), einer auf sich gestellten Witwe mit einer Leidenschaft für die widerspenstige Natur, passen dem Verfechter strikter Ordnung und Geometrie zuerst so gar nicht ins Konzept. Le Notre engagiert sie dennoch, ein barockes Boskett, einen Ballsaal unter freiem Himmel, inmitten des Schlossparks zu gestalten.

Nicht nur muss sich De Barra in weiterer Folge gegen neidische männliche Konkurrenten durchsetzen und am königlichen Hof behaupten. Vielmehr sitzen ihr ein ungeduldiger König ("Perfektion beugt sich nicht der Natur") und Andres eifersüchtige Ehefrau im Genick. Die erkennt die Chemie zwischen den beiden nämlich wesentlich früher als die vermeintlichen Seelenverwandten selbst.

Mit "Die Gärtnerin von Versailles", im Original ein wenig kreativer "A Little Chaos" betitelt, legt der britische Charakterdarsteller Alan Rickman - einem breiten Publikum bekannt als Severus Snape aus "Harry Potter" - sein zweites Regiewerk nach "The Winter Guest" (1997) vor. Mit wunderschönen, die Natur zelebrierenden Bildern und einem exzellenten Cast entspinnt der 69-Jährige (nach einem Drehbuch von Alison Deegan) behutsam eine zarte Liebesgeschichte, legt erst nach und nach das teils düstere Innenleben seiner Protagonisten offen, zieht subtil die Promiskuität am Hof durch den Kakao - und gibt dabei auch noch höchstpersönlich mit jeder Menge Selbstironie und Make-up den stoischen Sonnenkönig.

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