Die Frau im Mond – Erinnerung an die Liebe

Drama/Romanze, F/B/CDN 2016

Gabrielle (Marion Cotillard) sehnt sich nach der absoluten Liebe

‚Die Frau im Mond - Erinnerungen an die Liebe‘ handelt von der Suche nach der absoluten Liebe und Hingabe, von Wahnsinn und Schmerz: Marion Cotillard mit ihrer Sexualität in ihrem Heimatdorf in Südfrankreich für einen Skandal. Nicole Garcia (‚Place Vendôme‘) verfilmt den gefeierten Roman ‚Mal di pietre‘ (2006) der italienischen Schriftstellerin Milena Agus.

In den 30er-Jahren wird die unbändige sexuelle Leidenschaft der jungen Gabrielle (Marion Cotillard) in ihrem sardischen Heimatdorf als zutiefst anstößig empfunden. Auch ihre Eltern halten ihr offensives Interesse an Männern für bedenklich, und überlegen sogar, sie in eine Irrenanstalt einzuweisen. Doch so weit kommt es nicht: Um ihre Tochter zu „bändigen“, wird sie mit Jose (Alex Brendemühl) zwangsverheiratet. Der spanische Landarbeiter ist zwar weit vom Bild ihres charmanten Prinzen entfernt, dennoch liebt er sie aufrichtig.

Mit der Zeit wirkt sich Gabrielles Frustration jedoch nicht nur zunehmend negativ auf die Ehe, sondern auch auf ihre Gesundheit aus. So ist Jose gezwungen, sie in ein Sanatorium in die Schweiz zu schicken – wo sie den jungen, im Indochina-Krieg schwer verletzten, Andre (Louis Garrel) kennenlernt. Er schafft es, ihre erloschene Sehnsucht nach Liebe und Leidenschaft wieder neu zu entfachen …

Freie Interpretation eines internationalen Bestsellers

Regisseurin Nicole Garcia (u. a. ‚Place Vendôme‘ und ‚Selon Charlie‘) erzählt das Leben einer Frau, die in ihrer Ehe mit einem langweiligen Ehemann und an gesellschaftlichen Konventionen zerbricht. Trotz schön gefilmter Landschaftsaufnahmen und dem zugrunde liegenden dramatischen Stoff aus der Feder der italienischen Bestsellerautorin Milena Agus, ist es schwer, eine Bindung zur Protagonistin aufzubauen. Gabrielle ist sehnsüchtig, hingebungsvoll, verzweifelt, aufmüpfig, verrucht und frustriert, hält den Zuseher aber auf Distanz. Marion Cotillard spielt zwar hingebungsvoll, aber überraschend schablonenhaft – und das ärgerliche Finale trägt seinen Teil am Ende des Streifens bei.

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