Die fetten Jahre sind vorbei

Komödie/Krimi, A/D 2004
Die fetten Jahre sind vorbei

Der Filmtitel "Die fetten Jahre sind vorbei" hat beste Aussichten, zum geflügelten Wort für die Krisenstimmung der Gegenwart zu werden. Hans Weingartner, in Berlin lebender Regisseur aus dem Vorarlberg, zeigt Ratlosigkeit und Aufbruchsverlangen einer Jugend ohne Orientierung.

Jan, Peter und Jule sind die drei jungen Menschen, denen wir in diesem mit 126 Minuten etwas zu lang geratenen Film begegnen. Sie wohnen in Berlin, schlagen sich mit Jobs durchs Leben und bewegen sich in dem Milieu, was man als alternativ-autonom zu bezeichnen pflegt. Peter hat mit der zierlichen Jule eine Liebesbeziehung. Mit dem sensiblen Grübler Jan verbindet ihn mehr als nur Freundschaft: Beide gehen nachts auf subversive Touren mit ihrem Lieferwagen, brechen in die Villen abwesender reicher Besitzer ein und räumen dort die Wohnungen radikal um, ohne jedoch etwas zu stehlen.

Nach jeder Aktion hinterlassen sie unter der ironischen Unterschrift "Die Erziehungsberechtigten" launige Botschaften wie "Sie haben zu viel Geld" oder eben "Die fetten Jahre sind vorbei". Das geht immer wieder gut, doch dann kommt es zu Komplikationen. Denn während Peters kurzer Abwesenheit aus Berlin verknallen sich Jan und Jule ineinander. Gemeinsam dringen sie in die Villa des Mannes ein, bei dem Jule nach einem unseligen Autounfall hoch in der Kreide steht. Was als kleine Racheaktion gedacht war, entwickelt sich nach dem plötzlichen Auftauchen des Besitzers namens Hardenberg zum folgenreichen Drama.

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