Die fantastische Welt von Oz

Action/Abenteuer, USA 2013
James Franco verzaubert diesmal als Magier

James Franco verzaubert diesmal als Magier

Wer an den Zauberer von Oz denkt, dem dürften schnell Dorothy, die Vogelscheuche und der Blechmann einfallen, die im wundersamen Land von Oz auf den großen Magier treffen. Unvergessen ist Judy Garland aus "Der Zauberer von Oz" als wohl berühmteste Dorothy. Nun erzählt der neue Hollywoodfilm "Die fantastische Weld von Oz" die Geschichte vor dieser berühmten Geschichte - in 3D.

So viel schon einmal vorweg: In der Fabelwelt geht es im Grunde genau so zu, wie man sich das klassischerweise vorstellen dürfte: prächtige Schlösser, ein Schattenreich, Hexen, ein gutes, feengleiches Wesen, der ewige Kampf Gut gegen Böse, Liebe und ein gebrochenes Herz.

In diese ebenso knallbunte wie zerrissene Welt kracht nun im wahrsten Sinne des Wortes der etwas zwielichtige Zirkus-Zauberer Oscar Diggs - genannt Oz (James Franco). Er tourt mit einem kleinen Wanderzirkus durch Kansas, versetzt seine Zuschauer in Erstaunen und seine stetig wechselnden Assistentinnen - zu denen er natürlich kein ausschließlich berufliches Verhältnis pflegt - regelmäßig in Verzückung.

Als er dann eines Tages vor einem Mann flieht, dessen Frau er auch kurzfristig zu seiner "Assistentin" gemacht hat, ändert sich sein Leben schlagartig. Damit der Zuschauer das auch auf jeden Fall merkt, wechselt das Werk von Schwarz-Weiß in Farbe. Denn mit dem Heißluftballon, den er zu seinem Fluchfahrzeug macht, gerät er in einen Wirbelsturm - und findet sich schließlich in der knallbunten Welt wieder.

Dort stößt er auf die schöne Hexe Theodora (Mila Kunis), die in ihm nicht weniger sieht als die Erlösung - ihre eigene und die ihres eigenen Landes. Sie verliebt sich nicht nur Hals über Kopf in den charmanten Oz, ihr fällt auch gleich die Prophezeiung ein, die da besagt, dass einst ein Zauberer kommen wird, um das Land vom Bösen zu befreien. Das soll Oz nun im Auftrag von Theodoras wunderschöner Schwester Evanora (Rachel Weisz) tun und Widersacherin Glinda (Michelle Williams) außer Gefecht setzen.

Unterstützung bekommt er von dem fliegenden Affen Finley (im Original mit der Stimme von "Scrubs"-Star Zach Braff) und einer kleinen Porzellan-Puppe. Das Problem an der Sache: So richtig zaubern kann Oz leider überhaupt nicht. Und doch muss er die entscheidende Rolle spielen im klassischen Kampf zwischen Gut und Böse - und sich entschließen, ob er weiter machen will wie bisher, oder Verantwortung übernimmt.

Das hochkarätig besetzte Disney-Märchen könnte - was die Tiefgründigkeit der Charaktere angeht - auch durchaus ein Zeichentrickfilm sein. Die unterhaltsam und humorvoll erzählte Geschichte ist mit grandiosen Bildern bespickt und die technische Gestaltung mit realen Schauspielern in einer animierten Welt macht durchaus Spaß.

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