Die Bestimmung - Divergent

Action/Abenteuer, USA 2014
Tris kann auch so richtig hart kämpfen

Tris kann auch so richtig hart kämpfen

Die dunkelblonden Haare im festen Knoten. Dazu graue Kluft mit Pullover über dem langen Rock. Das ist Beatrice, Hollywoods neue Heldin, gespielt von Shailene Woodley. Natürlich bleibt sie in der Bestsellerverfilmung "Die Bestimmung - Divergent" nicht die graue Maus, sondern wandelt sich in die furchtlose Tris, die von fahrenden Zügen und hohen Wolkenkratzern springt.

Wie Katniss Everdeen bei den "Tributen von Panem" lebt auch Tris in einer postapokalyptischen Welt. "Die Bestimmung - Divergent" spielt in Chicago, hundert Jahre nach einer Kriegskatastrophe. Die Stadt mit den Wolkenkratzer-Ruinen ist von einem hohen Zaun umgeben. Die Bewohner klammern sich an eine neue Gesellschaftsordnung, die ein friedliches Miteinander schaffen soll. Je nach ihren Tugenden und Eigenschaften gehören sie einer von fünf Fraktionen an: Friedfertige (Amite), Freimütige (Candor), Gelehrte (Ken), Selbstlose (Altruan) und Furchtlose (Ferox).

Sie sind leicht zu unterscheiden. Ken-Leute etwa kleiden sich schick in Schwarz-Weiß, Altruan unauffällig in Grau, Ferox peppig mit Piercings und Tattoos. Tris wächst als Selbstlose auf, gehorsam gegenüber den Eltern, leise im Auftreten. Mit 16 macht jeder einen Test über seine weitere Bestimmung, nur wenige Jugendliche wechseln die Fraktion.

Pech für Tris, ihr Test ist nicht eindeutig. Wo gehöre ich eigentlich hin?, fragt sich die Hauptdarstellerin. Spätestens jetzt hat Woodley die Jugendlichen im Kino mit ihrer "Teen-Angst" um den Finger gewickelt. Sie ist "divergent", ein Quertreiber. Das hält man besser geheim, denn das System will angepasste Mitglieder, die sich einer Fraktion unterordnen. Glück für die Zuschauer, Tris wechselt von den unterwürfigen Altruan zu den furchtlosen Ferox. Und gleich geht der Action-Spaß mit Mutproben und Kampfdrill los. Bald hat sie Muskeln, Tätowierungen, blaue Flecken und verknallt sich in den geheimnisvollen Ausbilder mit dem Namen Four (Theo James).

Für Regisseur Neil Burger ("Ohne Limit", "Der Illusionist") ist Woodley ein Glücksgriff, denn die 22-Jährige legt eine glaubwürdige Gratwanderung zwischen Angst, Selbstzweifeln und Kampfgeist hin.

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