Die besten Jahre

Drama/ , I 2003
Sechsstündiges Familienepos von Marco Tullio

Sechsstündiges Familienepos von Marco Tullio

Dass ein sechsstündiges Kino-Epos abseits des Festivalbetriebs den Weg in den regulären Verleih findet, ist für sich schon ein kleines Wunder. Der Zweiteiler "Die besten Jahre" von Regisseur Marco Tullio Giordano hat nicht nur eine ganze Reihe von Auszeichnungen eingeheimst, in seinem Ursprungsland Italien genießt der Streifen mittlerweile Kultstatus.

Der Film erzählt das Leben einer römischen Mittelstandsfamilie als packendes Melodram vor dem Hintergrund der gesellschaftlich-politischen Ereignisse von 1966 bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt des Films, der ursprünglich als TV-Serie für RAI konzipiert war, stehen die gegensätzlichen Brüder Nicola (Luigi Lo Cascio) und Matteo (Alessio Boni). Nicola studiert Medizin, Matteo Literatur.

Eine psychisch kranke junge Frau (Jasmine Trinca) steht an einer entscheidenden Weichenstellung im Leben der beiden: Matteo hat die hübsche Giorgia im Rahmen eines Studentenjobs in einer Klink betreut und entführt sie, um sie vor den grausamen Elektroschock-Behandlung zu retten. Gemeinsam mit Nicola will er sie zurück zu ihrem Vater bringen. Doch auf der Reise wird Giorgia von der Polizei aufgegriffen und wieder verwahrt. Nicola entschließt sich darauf hin Psychiater zu werden; Matteo, ein verschlossener, selbstzerstörerisch-unberechenbarer Charakter, bricht sein Studium ab und tritt der Armee und später der Polizei bei.

Bei den Studentenunruhen, in denen Nicola sich mit seiner Freundin Giulia (Sonia Bergamasco) engagiert, kämpfen die Brüder in gegnerischen Lagern. Als Giulia, die mit Nicola eine Tochter hat, sich den terroristischen Roten Brigaden anschließt, steht sie auf Matteos Fahndungsliste. Auf der Abschussliste der Roten Brigaden findet sich dafür irgendwann der Mann von Nicolas und Matteos kleiner Schwester, der als Bankier Karriere gemacht hat...

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