Dido Elizabeth Belle

Drama, GB 2013
Dido Elizabeth Belle ist voller Anmut

Dido Elizabeth Belle ist voller Anmut

Nach einer wahren Begebenheit und dem Drehbuch von Misan Sagay erzählt Regisseurin Amman Asante von einer dunkelhäutigen jungen Frau, die Ende des 18. Jahrhunderts im Haus ihres Onkels Lord Mansfield aufwächst. "Dido Elizabeth Belle" ist dabei funkelnder Kostümfilm und Geschichtsstunde zur Sklaverei in Großbritannien zugleich.

Die junge Frau ist eine Augenweide - und trägt den passenden Namen Dido Elizabeth Belle. Voller Anmut bewegt sie sich in kostbaren Rokoko-Seidenroben samt schimmerndem Perlenschmuck, virtuos und innig spielt sie auf ihrem Tasteninstrument. Formvollendet tritt sie im Landschloss Kenwood House ihres Onkels Lord Mansfield auf, dem obersten Richter des Vereinigten Königreichs. Doch wenn Gäste zum Dinner kommen, darf die blühende Schönheit nicht mit an der Tafel sitzen. Denn ihre Haut ist dunkel - Dido wurde als uneheliche Tochter eines Admirals der Königlichen Marine und einer afrikanischen Sklavin geboren.

Schon bald jedoch wird die sehr ungewöhnliche, vom Adel misstrauisch beäugte Verwandte den aufgeklärten Reformjuristen und Politiker Mansfield (1705-1793) dazu inspirieren, den Sklavenhandel maßgeblich mit abschaffen zu helfen. Nach einer wahren Begebenheit erzählt all das Regisseurin Amma Asante ("A Way of Life") in ihrem zweiten Kinowerk "Dido Elizabeth Belle". Besetzt mit den britischen Stars Tom Wilkinson (Mansfield), Emily Watson und Miranda Richardson sowie der jungen, ausdrucksstarken Gugu Mbatha-Raw als immer selbstbewusster werdende Titelheldin gelang Asante einerseits ein edel funkelnder Kostümfilm, ganz wie ihn Jane-Austen-Fans lieben.

Ins Rollen gebracht hatte die ganze Geschichte übrigens ein Gemälde, wahrscheinlich aus der Hand des deutschstämmigen Prominentenmalers Johann Zoffany, das die Drehbuchautorin Misan Sagay im Scone-Palast von Schottland gesehen hatte: Es wird im Film abgebildet und zeigt in neckischer Schönheit zwei junge Damen der Society des späten 18. Jahrhunderts. Die eine weiß, die andere ist dunkelhäutig - und heißt Dido Elizabeth Belle.

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