Dick und Jane

Komödie/Krimi, USA 2005
Jim Carrey in Klassiker-Remake

Jim Carrey in Klassiker-Remake

Ein Film, der auf amüsanteste Weise zeigt, dass die heutigen Wirtschaftskrisen gar nicht so neu sein können: "Dick und Jane", bei uns mit dem Zusatz-Titel "Zu allem bereit, zu nichts zu gebrauchen", ist die Neuauflage eines Films von 1977 mit Jane Fonda und George Segal, die nur etwas an die heutige Zeit angepasst wurde.

Wenn das Tier im Manager erwacht, gibt es kein Halten mehr. So schleicht Jim Carrey nachts aus dem Haus und stückelt sich aus den Gärten seiner Nachbarn einen neuen Rasen zusammen - der eigene wurde nämlich wieder abgetragen, nachdem er seinen Job verlor und sich sein scheinbar prosperierendes Unternehmen in Luft auflöste. Beim Rasen bleibt es nicht: Voller krimineller Energie nehmen sich Dick und Ehefrau Jane (Tea Leoni) erst Kaffeebars und schließlich routiniert auch Banken vor.

Mit diesem aberwitzigen Kampf um die Errungenschaften des amerikanischen Traums wagt Hollywood erste Lacher über die Bilanzskandale bei Riesenkonzernen wie Enron oder Worldcom, in denen tausende Arbeitnehmer ihre Jobs und Ersparnisse verloren. Und Jim Carrey ist dabei äußerst komisch!

Eigentlich hätte Dick riechen müssen, dass an der plötzlichen Beförderung zum Firmensprecher des Börsenstars Globodyne etwas faul war. Aber geblendet vor Freude marschiert er stattdessen ahnungslos ins Fernsehstudio, um stammelnd mitzuerleben, wie noch während des kurzen Interviews mit unangenehmen bohrenden Fragen der Aktienkurs auf Null fällt. Arbeit weg, die meisten Erparnisse und Altersversorgung - angelegt natürlich in vermeintlich sicheren Globodyne-Aktien - auch. Schlimmer noch, angesichts des neuen Super-Jobs ihres Mannes gab Jane sofort ihre Arbeit auf.

Dick und Jane finden jedoch den perfekten Ausweg: Das Verbrechen. Der Anfang ist für einen ehrlichen Bürger natürlich schwer. Doch erst klappt es mit zwei Kaffeebechern und dann laufen die Überfälle mit immer neuen Masken wie am Schnürchen. So holt sich das sympathische Paar wieder den gewohnten Wohlstand zurück, inklusive des von ihrem Sohn so vermissten Flachbildfernsehers. Und schließlich rückt der Mann, der ihre Existenz zerstört hat, in ihr Visier: Ex-Globodyne-Chef Jack McCallister (Bösewicht vom Dienst Alec Baldwin), der als Einziger rechtzeitig seine Aktien abwarf und 400 Millionen Dollar einsteckte.

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