Desaster

Komödie, D 2015
Mit Streit fängt es an, mit Toten endet es

Mit Streit fängt es an, mit Toten endet es

Justus von Dohnanyi ist ein Mann von Adel und ein renommierter Schauspieler. Mit Theater-, Fernseh- und Filmrollen - etwa in "Woman in Gold" oder "Monuments Men" - hat sich Dohnanyi seinen eigenen Namen gemacht. Nun spielt er in der von ihm geschriebenen und inszenierten Low-Budget-Krimikomödie "Desaster" einen minderbemittelten Auftragskiller.

Für die an der Côte d'Azur spielende, betont wirr und schräg angelegte Story hat Dohnanyi alte Kumpel und Kollegen gewonnen, die selbst in der Oberliga reüssieren. Mit Jan Josef Liefers ("Tatort", "Der Baader Meinhof Komplex") und Stefan Kurt ("Ruhm") war er bereits am Hamburger Thalia-Theater engagiert, hat mit ihnen seinen Regieerstling und Überraschungserfolg "Bis zum Ellenbogen" gedreht. Beim neuen Projekt ist auch Liefers Gattin Anna Loos (ZDF-"Helen Dorn") mit von der Partie. Für das Ehepaar Liefers/Loos war der Dreh unter Freunden in einer Villa in St. Tropez ja vielleicht auch Erholung vom harten Ermittleralltag im deutschen Fernsehen.

Die Handlung des Werks, bei dem alle Akteure mit spürbarem Gusto dem Affen Zucker geben, geht in etwa so: Der skrupellose Gangsterboss Mischa (Milan Peschel, "Der Nanny") lädt den Schweizer Juristen Dr. Würsch (Kurt) auf sein südfranzösisches Anwesen ein, damit dieser ihm den Aufenthaltsort wichtiger Kronzeugen verrät. Der elegante und gebildete, aber unbeholfene Würsch ist auf Geld genauso scharf wie auf Mischas attraktive blonde Gattin (Loos) - ein Luder, das wiederum ganz eigene Ziele verfolgt. Dazu kommen noch Mischas psychopathische Mutter (Angela Winkler), ein intriganter Bodyguard (Maximilian Simonischek) und nicht zuletzt die beiden mehr oder minder professionellen Killer Mace (Liefers) und Ed (Dohnanyi) mit ins finstere Spiel.

Niemand spielt mit offenen Karten und vor sonnendurchfluteter Mittelmeerkulisse nimmt ein "Desaster" seinen Lauf, bei dem reihenweise gestorben wird, ohne dass ein einziger Schuss fällt. Dafür gibt es jede Menge Slapstickhumor und ungeschliffene Dialoge voller Kraftausdrücke. Dreh- und Angelpunkt ist immer wieder Ed, der durch sein dämliches Verhalten die Pläne der anderen kräftig durcheinanderbringt.

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