Der stille Berg

Abenteuer/Drama, A/I/USA 2014
Noch wirkt der Krieg wie ein Abenteuer

Noch wirkt der Krieg wie ein Abenteuer

In unzähligen Ausstellungen, Büchern, aber auch Filmen wird heuer der Katastrophe des Ersten Weltkriegs gedacht. Ernst Gossners Film "Der stille Berg" ist so ein Unterfangen.

Mitten in die Hochzeit einer Südtiroler Hotelierstochter mit einem jungen Italiener platzt die Nachricht von der italienischen Kriegserklärung. Aus Verwandten und Freunden werden mit einem Schlag Feinde, die schon anderntags eingezogen und an eine Front abkommandiert werden, die quasi in Sichtweite der Heimat errichtet wird.

Bei der Hochzeit lernt Anderl (William Moseley) die junge Italienerin Francesca (Eugenia Costantini) kennen und lieben. Sie will nicht zurück in ihre italienische Klosterschule und versteckt sich mit Anderls Hilfe im Hotel. Als Angehörige des Feindes ist dies jedoch ein gefährliches Unterfangen, das der Lehrer Weinberger (Fritz Karl), ein skrupelloser Frauenheld, ungeniert auszunützen versteht. Mit einer roten Signalrakete kann Francesca in Bedrängnis ihrem Geliebten hoch oben in den felsigen Laufgräben Bescheid geben.

Gossner, 1967 geborener Tiroler, der am American Film Institute in Los Angeles studierte, hat sich für seinen ersten Spielfilm nach seinem Debüt mit "South of Pico" (2007) die herrliche Bergwelt der Südtiroler Dolomiten als Schauplatz ausgesucht. Hier entbrannte unmittelbar nach dem Kriegseintritt Italiens auf der Seite der Entente im Mai 1915 ein hochalpiner Stellungskrieg, in dem erbittert nicht nur der Feind bekämpft, sondern auch den Naturgewalten getrotzt wurde.

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