Der Rote Kakadu

Drama/Romanze, D 2006
Auch im Osten gab es Liebe

Auch im Osten gab es Liebe

Dresden, April 1961, vor dem Bau der Berliner Mauer: Jugendliche tanzen wilden Rock'n'Roll im Park - ohne Musik. Kaum wird der Plattenspieler aufgedreht, ist die Volkspolizei zur Stelle und verprügelt die Störenfriede. Trotzdem kommt die Liebe in "Der Rote Kakadu" von Regisseur Dominik Graf nicht zu kurz.

Eben erst vom Land in die Großstadt gekommen, träumt Siggi (Max Riemelt) davon, Bühnenbildner zu werden. Doch zuerst muss er es schaffen, am Türsteher vorbei und in die legendäre Dresdner Bar "Der Rote Kakadu" zu kommen, wo Luise (Jessica Schwarz) und ihr Mann Wolle (Ronald Zehrfeld) die Nächte durchtanzen. Die beiden nehmen es mit der Treue nicht so genau - und so versucht Siggi mit einem Heinrich-Böll-Autogramm und mit dem aus der eigenen Tasche bezahlten Drucken ihrer Gedichte Luises Herz zu gewinnen.

Doch dem Feiern, Tanzen und der freien Liebe wird nicht nur durch den Tripper ein Ende gesetzt: Die Stasi verhaftet Wolle und schließt den "Roten Kakadu". Spitzel werden überall vermutet und niemand weiß, wem noch zu trauen ist.

"Das Land ist so schön, aber sie machen ein Gefängnis daraus." Siggi und seine Freunde sind hin und her gerissen zwischen der Liebe zur DDR und dem Hass auf die Stasi. Authentisch (die Kakadu Bar war bis in die 1970er Jahre ein berüchtigtes Szenelokal) und humorvoll zeigt Dominik Graf die ambivalenten Gefühle der Jugend in der DDR - und setzt dabei aber mehr auf die Liebesgeschichte zwischen Siggi und Luise als auf die geschichtlichen Ereignisse dahinter.

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