Der Manchurian Kandidat

Thriller/Science Fiction, USA 2004
Der Manchurian Kandidat

Ein vom Großkapital ferngesteuerter US-Präsident, der nichts anderes ist als ein Hampelmann fremder Interessen - wo gibt's denn so etwas? Ein pikantes Beispiel dafür, dass die Grenze zwischen reiner Erfindung und möglicher Realität immer diffuser wird, ist "Der Manchurian Kandidat".

Eine Gruppe von Soldaten wird beim fernen Kampfeinsatz gefangen genommen und einer Gehirnwäsche unterzogen. Ziel ist es, einen der so Behandelten als "Schläfer" im Amt des Vizepräsidenten zu platzieren, den Präsidenten durch ein Attentat bei der "acceptance speech" zu liquidieren und somit einen Politiker an die Staatsspitze zu hieven, der, konditioniert auf bestimmte Befehle, nicht seinem eigenen Willen gehorcht. Ein verdeckter Staatsstreich also.

Im Mittelpunkt des Thrillers steht weniger Raymond Shaw, der zum willenlosen Handlanger gemachte Jungpolitiker mit ruhmreicher Schlachtfeld-Vergangenheit, als sein ehemaliger Vorgesetzter Major Ben Marco, der argwöhnt, dass seine ständigen Albträume einen wahren Kern haben könnten und so das ganze Komplott aufrollt. Denzel Washington spielt die Rolle nicht weniger bravourös als einst der junge Frank Sinatra - ein echter Patriot im Gegensatz zu jenem ständig beschworenen Patriotismus, der in Demmes Film vorwiegend die globalen Interessen eines Großkonzerns meint.

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