Der Lorax

Komödie/Family, USA 2012
Ein Spaß für die ganze Familie

Ein Spaß für die ganze Familie

Der US-Kinderbuchklassiker "Der Lorax" kommt als computeranimiertes 3D-Märchen ins Kino. Die Überraschung: Danny DeVito ist erstmals auf Deutsch zu hören.

"Einer flog über das Kuckucksnest", "Zeit der Zärtlichkeit" oder "Schnappt Shorty" - Danny DeVito hat als Schauspieler, Regisseur und Produzent Hollywood-Karriere gemacht. Jetzt wagt sich der Tausendsassa an ein ganz besonderes Experiment: Für den 3D-Animationsfilm "Der Lorax" lieh er der Titelfigur auch in der deutschen Version seine unverwechselbare Stimme. "Ich fand es cool, der erste zu sein, der so etwas macht", verriet er der Nachrichtenagentur dpa bei einem Besuch in Berlin.

Mit "Lorax" haben die Macher von "Ich - Einfach unverbesserlich" das gleichnamige Öko-Märchen des legendären US-Kinderbuchautoren Dr. Seuss ("Der Grinch", "Horton hört ein Hu!") für die Leinwand umgesetzt. Die Geschichte um einen zwölfjährigen Jungen, der aus Liebe zu seiner Angebeteten einen echten Baum in eine völlig verkorkste Kunstwelt zurückbringt, überzeugt mit witzigen Figuren und fantasievollen Landschaftbildern.

"Ich finde es gut, bei einem Film mitzumachen, der zum Nachdenken anregt", sagt DeVito. "Wir können mit der Natur nicht weiter so umgehen wie bisher, sonst sind wir bald näher am Abgrund als wir denken." Der 67-Jährige spricht in dem Film den liebenswert bärbeißigen Waldhüter Lorax, der sich in dem einst von Braunfellwullis, Summ-Fischen und Schwippschwänen bevölkerten Tal vergeblich dem Kahlschlag der wunderbaren Truffula-Bäume widersetzt.

Dabei sorgt DeVito nicht nur für die deutsche, sondern auch für die italienische, spanische und russische Version des sprachverspielten Textes. "Manchmal habe ich in den Spiegel geschaut und gedacht: 'Du bist ja völlig verrückt.' Aber es hat Spaß gemacht", sagt der 1,52-Meter-Mann im Rückblick. Von Sprachtrainern ließ er sich zunächst die korrekte Aussprache beibringen, um dem Text dann seine persönlich-humorvolle Note zu geben. Fünf bis sechs Tage, acht Stunden am Tag dauerte es, bis die jeweils perfekte Version schließlich im Kasten war.

Bei der künstlerischen Umsetzung hielten sich die Macher bewusst an die Originalvorlage. "Es war schon eine Herausforderung, aus Dr. Seuss' scheinbar einfachen Tusche-Illustrationen dreidimensionale Objekte und Figuren zu machen", schreibt der Oscar-nominierte Regisseur Chris Renaud im Presseheft. Besonders rasant sind Teds Tour mit dem Motorroller und eine Flucht im Boot die Stromschnellen hinab.

In den USA sind die Bücher von Dr. Seuss (mit bürgerlichem Namen Theodor Seuss Geisel) jedem Kind ein Begriff. In Deutschland war die Geschichte vom kleinen Lorax mit dem großen gelben Schnurrbart lange vergriffen, rechtzeitig zum Filmstart kam aber eine neue Übersetzung auf den Markt - mit den Originalzeichnungen von Dr. Seuss.

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