Der Hobbit: Eine unerwartete Reise

Abenteuer/Fantasy, USA/NZ 2012
Bilbo Beutlin erlebt große Abenteuer

Bilbo Beutlin erlebt große Abenteuer

Für die kommenden eineinhalb Jahre ist das Kino wieder zurück in Mittelerde: Nach der erfolgreichen Verfilmung der "Herr der Ringe"-Trilogie entführt Starregisseur Peter Jackson mit der Adaption des Vorgängers "Der Hobbit oder hin und zurück" einmal mehr in die fantastische Welt von J.R.R. Tolkien. "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" ist der epische Auftakt zu einer großen (dreiteiligen) Reise.

Das erzählerische Tempo der Geschichte gleicht langen Winternächten am Kamin, in denen man in fremde Welten eintauchen und mit mutigen Figuren mitfiebern kann. Und auch der gemütliche Hobbit Bilbo Beutlin, aus dessen Sicht das Fantasyabenteuer geschildert wird, würde eigentlich lieber zuhause sitzen und lesen, als sich mit einer Horde verrückter Zwerge, die in sein Heim im Auenland einfallen, und einem alten Zauberer, der ihm vor allem wegen seiner Feuerwerke in Erinnerung ist, auf den Weg in die Wildnis zu machen, um das Zwergenreich Erebor zu befreien. Im Laufe seiner Abenteuer kommt auch ein prachtvoller Ring in seinen Besitz, der sich Jahre später als gefährlicher Schatz herausstellt.

Wäre er daheimgeblieben, hätten aber weder er seinem Neffen Frodo noch Peter Jackson den Kinozusehern jene fantastischen Erlebnisse erzählen können, die die zusammengewürfelte Gruppe auf dem Weg nach Erebor erlebt - auf diesen Teil der Geschichte beschränkt sich nämlich der erste Teil der Verfilmung: Die Gefährten machen sich auf den Weg, müssen allerlei Gefahren bestehen, gegen grauslige Fabelwesen kämpfen und sich dabei trotz ihrer Mentalitätsunterschiede langsam zusammenraufen. Und der Zauberer Gandalf ist als guter Geist immer mit dabei.

Jackson gelingt es mit der "unerwarteten Reise", die in Mittelerde 60 Jahre vor dem "Herrn der Ringe" spielt, einerseits die Erinnerungen an die Trilogie zu wecken, dennoch aber mit viel Sympathie für seine Charaktere deren Lebenswelten nahezubringen. In tragenden Rollen mit dabei sind wieder Ian Mckellen als Gandalf und Andy Serkis als Gollum. Martin Freeman ist als Bilbo mit eindeutig ausgeprägterer Mimik als Elijah "Frodo" Wood ein hervorragender Anker- und Identifikationspunkt, dazu kommen Cate Blanchett als Galadriel und Christopher Lee als Saruman sowie unzählige weitere Darsteller in größeren und kleineren Rollen.

Regisseur Jackson, der das Drehbuch u.a. mit Guillermo del Toro ("Pans Labyrinth") verfasst hat, legt hier Wert auf Freund- und Landschaften und spart nicht mit Pathos. Trotz der epischen Länge ist "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" ein wunderbarer Film für Fantasyfans und Freunde der klassischen Erzähltradition.

Kinotipps
Vice - Der zweite Mann

Vice - Der zweite Mann

Im neuen Biopic von Adam McKay bekommen wir Christian Bale als Dick Cheney, Vizepräsident unter George W. Bush, zu sehen

Kinotipps
Der verlorene Sohn

Der verlorene Sohn

Russel Crowe steckt seinen schwulen Sohn Lucas Hedges in ein Umerziehungscamp, das ihn „heilen“ soll

Kinotipps
Mein Bester & Ich

Mein Bester & Ich

Im Hollywood-Remake des französischen Überraschungshits Ziemlich beste Freunde (2011, mit François Cluzet und Omar Sy) sind ...

Kinotipps
Yuli

Yuli

Unter der Fuchtel seines Vaters stieg der kubanische Tänzer Carlos Acosta zum Weltstar auf – ein genresprengendes Biopic ...

Kinotipps
Mabacher - #Ungebrochen

Mabacher - #ungebrochen

Porträt über den „kleinsten YouTuber der Welt“ aus Oberösterreich

Kinotipps
Die Frau des Nobelpreisträgers

Die Frau des Nobelpreisträgers

Als Schriftsteller Jonathan Pryce der Nobelpreis für Literatur verliehen werden soll, packt seine Frau Glenn Close allerlei ...