Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere

Abenteuer/Fantasy, NZ/USA 2014

In TV und Kino finden: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage, Peter Jackson

Bilbos letztes Abenteuer beginnt

Bilbos letztes Abenteuer beginnt

Was passiert in einem Film, der "Die Schlacht der Fünf Heere" heißt? Genau, es wird hauptsächlich gekämpft. Das Gut-gegen-Böse inszeniert Peter Jackson im dritten "Hobbit"-Film gewohnt - herausgekommen ist ein wie immer grandioses Fantasy-Abenteuer.

Vor ziemlich genau einem Jahr beging Starregisseur Peter Jackson eine Gemeinheit. Er ließ am Ende seines zweiten "Hobbit"-Films Smaug, ein feuerspeiendes Ungetüm von einem Drachen, zur Menschenstadt Esgaroth davonfliegen. "Was haben wir bloß getan?" fragte Hobbit Bilbo Beutlin (Martin Freeman) bang, der mit den 13 Zwergen zwar einen Schatz erobert, aber einen mächtigen Feind geweckt hatte. Dass Smaug nichts Gutes im Sinn hatte, war klar. "Die Schlacht der Fünf Heere", Teil drei und Abschluss der "Hobbit"-Reihe, beginnt denn auch mit der bildgewaltigen Zerstörung der hölzernen Siedlung. Nur einer nimmt es mit dem Untier auf: Der tapfere Bard kann sich aus dem Gefängnis befreien.

Als noch gefährlicher für die Völker von Mittelerde entpuppt sich allerdings der Schatz. Thorin Eichenschild, tapferer Anführer der Zwerge, verfällt der Drachenkrankheit. Man könnte es auch Korruption durch Reichtum nennen. Grandios spielt Richard Armitage die Zerrissenheit zwischen Gier und Ehre, Kälte und Freundschaft. Thorin will es sogar auf einen Krieg gegen Menschen und Elben ankommen lassen, um nicht ein einziges Goldstück abgeben zu müssen. Sein innerer Kampf ist einer der Höhepunkte des Films.

Bilbo und Zauberer Gandalf (Ian McKellen) müssen hilflos zusehen, bis mit der Armee der abscheulichen Orks ein gemeinsamer Feind auftaucht. Die Schlacht beginnt - und endet lange nicht. Kampfszenen nehmen viel Raum ein in "Die Schlacht der Fünf Heere", der Titel lässt es vermuten.

Gedreht wurde wieder in Neuseeland. In der Dramaturgie der Schlacht hält Oscar-Preisträger Jackson sich zu großen Teilen an die Vorlage, das Buch "Der kleine Hobbit" von J.R.R. Tolkien (1892-1973). Dass der Autor es für Kinder geschrieben hatte, ist dem dritten Teil noch weniger anzumerken als den ersten beiden. Der Ton ist ernst, kaum eine Spur des flachen Slapsticks, für den vor allem "Eine unerwartete Reise" so kritisiert wurde.

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