Der große Gatsby

Drama/Romanze, AUS/USA 2013
Im Sinnestaumel

Im Sinnestaumel

"Der große Gatsby" lebt mit Leonardo DiCaprio und Carey Mulligan wieder auf. Baz Luhrmanns Version ist bunt und rasant, unterlegt mit Hip-Hop und zu sehen in 3D.

Es ist einer der großen gesellschaftskritischen Romane der amerikanischen Literatur. Doch mit der gewagten Handschrift des australischen Regisseurs Baz Luhrmann wird "Der große Gatsby" zu einer rauschhaften Farb- und Klangorgie. Das Liebesdrama aus den "Roaring Twenties", den wilden 20er Jahren in New York, heizt Luhrmann mit Hip-Hop-Musik an.

Luhrmann hält sich zumindest von der Erzählstruktur her weitgehend an den Roman und lässt Gatsbys Nachbarn Nick Carraway (Maguire) die Geschichte aus seiner Sicht zu Papier bringen. Der junge Aktienmakler lernt den undurchsichtigen Millionär Jay Gatsby (DiCaprio) erst langsam und im Zuge einer von dessen rauschenden Partys auf Long Island kennen und wird nach und nach in dessen Versuche eingespannt, die einstige Liebe Daisy wieder für sich zu gewinnen. Daisy (Mulligan) hat während des Ersten Weltkriegs jedoch den reichen Polospieler Tom Buchanan geheiratet.

Während Gatsby sich nichts aus dem Reichtum macht, ist Daisy zwischen ihrem Ehemann und ihrer frühen Liebe hin- und hergerissen. Eines Tages kommt es nach einem emotionalen Streitgespräch zu einem Autounfall, bei dem Toms Geliebte Myrtle stirbt - der Anfang vom Ende des großen Gatsby und seiner kühnen Ziele, mit seinen tief gehegten Gefühlen die Vergangenheit wieder zurückzuholen. Der einsame Junggeselle wählt über lange Zeit das grüne leuchtturmähnliche Licht am anderen Ende der Bucht zum Sinnbild seiner Sehnsucht - und scheitert letztendlich gnadenlos.

Regisseur Luhrmann bietet bestes Popcornkino und setzt vor allem auf starke Bilder - etwa den ersten Auftritt von DiCaprio oder das Wiedersehen von Daisy und Gatsby. Und Leonardo DiCaprio muss sich hinter Robert Redford aus der Verfilmung von 1974 keineswegs verstecken.

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