Der ganz normale Wahnsinn

Komödie, USA 2011
Sarah Jessica Parker stresst auf High Heels umher

Sarah Jessica Parker stresst auf High Heels umher

Dass Sarah Jessica Parker auf High Heels durch New York eilen kann, hat sie als Carrie in der TV-Serie "Sex and the City" längst bewiesen. Nun sprintet sie in dem Kinofilm "Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum" von Regisseur Douglas McGrath als berufstätige Mutter durch Boston.

Carrie Bradshaw hat Kinder bekommen, könnte man meinen. Denn Sarah Jessica Parker alias Carrie bewegt sich nicht mehr als On-and-Off-Single zwischen Boutiquen, Bars und Betten, sondern in "Der ganz normale Wahnsinn - Working Mum" als Kate Reddy zwischen Kindergeburtstag und einem hochdotierten Job als Finanzmanagerin. Und ähnlich wie als Großstadt-Lady geht sie auch als berufstätige Mutter keiner charmanten Peinlichkeit aus dem Weg, sie lächelt sie einfach weg. Dabei sieht sie stets hinreißend und perfekt gestylt aus.

Kate Reddy teilt das Schicksal vieler Frauen: Sie hat zwei kleine Kinder, einen liebevollen Ehemann und einen anspruchsvollen, kräftezehrenden Job in einer Bostoner Fondsgesellschaft- zwei Pole, zwischen denen sie sich zerreißt. Als ihr dann noch ein großes Projekt angeboten wird, für das sie ständig nach New York fliegen muss, scheint das fragile Gleichgewicht im Leben Kates und im hübschen Bostoner Häuschen endgültig aus den Fugen zu geraten. Und das ist noch nicht alles, denn da ist auch noch ihr charmanter Business-Partner Jack (Pierce Brosnan), dem sie als Einstieg zur gemeinsamen Arbeit zunächst versehentlich eine anzügliche SMS schickt.

Kates Mann ist fast unerträglich verständnisvoll gegenüber seiner Frau und deren Karriereambitionen, kümmert sich neben seinem ruhigen Job als Architekt hingebungsvoll um Kinder und Haushalt und verzeiht Kate auch noch, als sie das langgeplante Thanksgiving-Familien- Wochenende im verschneiten Ferienhaus torpediert, indem sie Hals über Kopf wegen eines wichtigen Termins abreist. Zwar wittert er die Bedrohung in Form des smarten Jack, doch wirklich erschüttern kann ihn das nicht.

Gut, gesellschaftskritischen oder gar emanzipatorischen Anspruch hat Regisseur McGraths Hollywood-Komödie zwar nicht, allerdings ist sie unterhaltsam - und kann vielleicht ja auch der einen oder anderen "Working Mum" vermitteln, wie sexy und hinreißend Frauen zwischen Kind und Karriere sein können. Genauso, wie Carrie hinreißend, sexy und komisch als New Yorker Kolumnistin mit stetigem Gefühlschaos ist.

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