Der ewige Gärtner

Drama/Thriller, GB 2005
Nach einem Roman von John Le Carré

Nach einem Roman von John Le Carré

John Le Carrés Roman "Der ewige Gärtner" erzählt die Wandlung eines vorsichtigen Diplomaten zum engagierten Kämpfer gegen drohendes Unrecht. Regisseur Fernando Mireilles ("City of God", 2002) verfilmte das Buch mit farbintensiven Stimmungsbildern vom Handlungsschauplatz Afrika.

Mitten im einsamen Norden Kenias wird die Leiche der jungen Aktivistin Tessa (Rachel Weisz) gefunden. Die Ehefrau des ambitionierten Diplomaten Justin Quayle (Ralph Fiennes) war in Begleitung eines kenianischen Arztes gewesen. Der ist zunächst verschwunden und alles deutet auf einen Lustmord an der hübschen Tessa hin. In Wahrheit war sie einem Komplott der Pharmaindustrie auf der Spur. Justin, der "von einer Welt ohne Unkraut träumt", so Tessa im Film, wird unsanft wach gerüttelt und versucht, das Geheimnis seiner Frau aufzudecken und ihre Arbeit fortzusetzen.

Chronologisch beginnt der Film mit Tessas letzter Reise. In zeitweise verwirrenden Rückblenden wird auch die Beziehung der beiden geschildert, die durchaus voller Emotionen, aber auch voller Geheimnisse war. Gezeigt wird der harte Weg eines Diplomaten, der stets um Harmonie und Ausgleich bemüht ist und neutral bleiben soll. Er wird aufgerüttelt und muss schließlich ganz konkret Partei ergreifen.

Der Film besticht auf alle Fälle durch Kameraführung und Darsteller und bemüht sich, reelle Betroffenheit zu erzeugen. Die Wandlung des Diplomaten stellt Ralph Fiennes sehr glaubhaft dar und Rachel Weisz ("Die Mumie") hat für "Der ewige Gärtner" auch bereits ersten Lorbeer geerntet: Sie erhielt den Golden Globe als beste Nebendarstellerin. Autor Le Carré soll ausnahmsweise mit der Verfilmung zufrieden gewesen sein.

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