Deine, meine und unsere

Komödie/Family, USA 2005
18 Kinder machen das Leben zur Hölle

18 Kinder machen das Leben zur Hölle

In Hollywood ist ein Familien-Wettrüsten ausgebrochen. Kaum lief die Fortsetzung von "Im Dutzend billiger" erfolgreich in den Kinos, schon wirkt diese Familie mit ihren zwölf Kindern eher überschaubar. Denn der Film "Deine, meine und unsere" zeigt, was eine richtige Großfamilie ist - 18 Kinder unter einem Dach. Und das bedeutet natürlich gigantisches Chaos.

Zustande kommt die Riesenfamilie, als sich nach 30 Jahren Frank und Helen wiedertreffen und ihre Leidenschaft aus der Schulzeit wieder aufflammt. Beide sind verwitwet und beide haben ganz schön viele Kinder: Er acht und sie zehn. Doch statt einer Idylle ist ein Kampf der Kulturen vorprogrammiert. Frank (Dennis Quaid) ist Admiral und gewohnt, seinen Haushalt mit militärischer Strenge im Griff zu halten. Und Helen (Rene Russo), eine liberale Handtaschen-Designerin, gibt ihren Kindern hingegen möglichst viele Freiheiten.

Während die Eltern in einem riesigen alten Leuchtturm-Haus ihr junges Glück genießen, sind die Kinder von der plötzlichen Wende in ihrem Leben ganz und gar nicht begeistert. Frank versucht, seine erprobten Marine-Methoden mit Badezimmer-Zeitplänen, Ordnung und Disziplin auf die gesamte Meute auszuweiten. Und die Kinder aus beiden Familien finden ihre neuen Brüder und Schwestern schlichtweg doof.

Nach anfänglichen bösen Streichen gegeneinander, bei denen ein Supermarkt mit einem Gabelstapler zerlegt wird oder Renovierungsarbeiten in einer Farbenschlacht enden, kommen die Kinder jedoch auf eine geniale Idee: Wenn sie zusammenarbeiten, um ihre Eltern zum Wahnsinn zu treiben, kann es bis zu einer Scheidung nicht mehr so lange dauern. Mit dem vereinten Zerstörungstalent von 18 einfallsreichen kleinen Köpfen ist das natürlich ein Kinderspiel. Dabei haben sie allerdings nicht bedacht, dass der gemeinsame Unfug so viel Spaß macht, dass sie ganz unversehens doch noch zu einer Familie werden - da ist es aber fast schon zu spät.

Wie auch "Im Dutzend billiger" ist "Deine, meine und unsere" ein Remake. Bei dem Originalfilm mit Henry Fonda und Lucille Ball wundert man sich heute, was im Jahr 1968 alles als freizügig galt. Regisseur Raja Gosnell, der schon die beiden "Scooby-Doo"-Filme und "Big Mama's Haus" auf dem Konto hat, gelang es, die Geschichte mit viel Spaß an die heutige Zeit anzupassen. Dass der Film funktioniert, liegt letztlich auch daran, dass die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmt.

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