Deep Blue

Dokumentation/ , GB 2003
Hans Hass: "Unterwasserkamera-Technik in Vollendung"

Hans Hass: "Unterwasserkamera-Technik in Vollendung"

Der 90-minütige Streifen "Deep Blue" ist ein Zusammenschnitt der BBC- und ORF-Universum-Reihe "The Blue Planet". Und doch ist "Deep Blue" ein Erlebnis der anderen Art. "Dieser Film ist komponiert wie eine Symphonie", sagt Tauchpionier Hans Hass. Ihm ist der Film gewidmet.

"Deep Blue" verzichtet absichtlich auf viele herkömmliche Attribute einer Dokumentation. Der Kommentar ist äußerst spärlich eingesetzt und lässt offene Fragen zu. Die Wucht der Bilder und die grandiose musikalische Untermalung der Berliner Philharmoniker, die Werke des fünffach für den Oscar nominierten Komponisten George Fenton spielen, bilden den Rahmen für einen Film, der die Zuschauer "in den Sessel drücken sollen", wie es Walter Köhler vom ORF-Universum-Team ausdrückte.

Der Film versuche, Gefühle und Stimmungen zu transportieren und nicht unbedingt Wissen, erklärten Köhler und Regisseur Andy Byatt unisono. "Die TV-Serie war da, um die Menschen zu informieren, mit dem Kinofilm wollen wir Emotionen wecken", sagte der Engländer, der zusammen mit Alastair Fothergill die Regie führte. Für die beeindruckenden Sequenzen tiefer als 1.000 Meter unter dem Meeresspiegel wurden drei U-Boote eingesetzt - zwei aus den USA, eines aus Russland. Es gibt nur sechs Boote weltweit, die derart tief tauchen können. "Es sind mehr Menschen in den Weltraum geflogen als in die Tiefen der Ozeane getaucht", betonte Byatt. "Es gibt noch so viel, was wir nicht darüber wissen."

Zu sehen sind u.a. Spinner-Delphine, die aus dem Wasser springen und dabei Pirouetten drehen, Fischkugel-Schwärme vor den Azoren, Killerwale auf der Jagd auf Grauwale, die Fischjagd der Albatrosse oder der lange Marsch der Pinguine durch die Antarktis.

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