Das Waisenhaus

/ , MEX/E 2007
Höllisch spannender spanischer Thriller

Höllisch spannender spanischer Thriller

Wolken ziehen über das einsam am Meer gelegene Haus. Im Garten spielen Kinder, es ist Frühling. Blüten liegen auf dem Rasen, eine schwarz gekleidete Aufseherin ruft ihre Schützlinge zusammen. Aber die Idylle wirkt unecht, aufgesetzt. Über den Bildern liegt eine latente Bedrohung, die sich einfach nicht fassen lässt. So beginnt Juan Antonia Bayonas höllisch spannender Thriller "Das Waisenhaus".

Produziert wurde das geheimnisvolle, zwischen Vergangenheit und Gegenwart pendelnde Drama, das sechs Wochen lang an der Spitze der spanischen Kinocharts stand, vom mexikanischen Regisseur und Mystery-Spezialisten Guillermo del Toro ("Hellboy", "Pans Labyrinth"). Entstanden ist ein glänzend besetzter, routiniert inszenierter Horrorfilm, der, vergleichbar mit "Blair Witch Project" (1999) oder "The Others" (2001), mit ganz wenigen Schockelementen auskommt.

Bayona erzählt die Geschichte von Laura (Belen Rueda, "Das Meer in mir"), die zusammen mit ihrem Mann, dem Arzt Carlos (Fernando Cayo), ein altes Herrenhaus am Meer gekauft hat, um dort ein Heim für behinderte Kinder zu eröffnen. Früher diente der unheimliche Bau als Waisenhaus, Laura selbst verbrachte als Kind einige Jahre an diesem Ort, ihr siebenjähriger Adoptivsohn Simon (Roger Pricep) scheint sich hier gar nicht wohl zu fühlen.

Als Simon Bilder von sechs Spielgefährten malt, die nur in seiner Fantasie zu existieren scheinen, werden die Eltern langsam unruhig. Der Bub benimmt sich immer sonderbarer, rebelliert offen gegen seine Eltern und behauptet, dass er nicht alt werden wird. Bei einem Kostümfest im Waisenhaus verschwindet er schließlich spurlos.

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