Das Vermächtnis des geheimen Buches

Action/Abenteuer, USA 2007
Abenteuerliche Verschwörungen mit Nicholas Cage

Abenteuerliche Verschwörungen mit Nicholas Cage

Der Film "Das Vermächtnis des geheimen Buches" konfrontiert den Zuschauer mit einer Fülle von halbwahren und fiktiven Storys und Details. Nachdem Schatzsucher Ben Gates (Nicolas Cage) im Film "Das Vermächtnis der Tempelritter" (2004) noch rund um die Unabhängigkeitserklärung Rätsel entschlüsselte, geht es in der Fortsetzung um das tödliche Attentat auf Präsident Abraham Lincoln 1865.

Als ein zwielichtiger Antiquitätenhändler (Ed Harris) plötzlich mit einer verlorengeglaubten Tagebuchseite des Lincoln-Mörders John Wilkes Booth auftaucht, findet sich darin auch der Name Thomas Gates. Doch kann, oder besser: darf, das sein? Bens Ururgroßvater ein Mitverschwörer des Attentats auf Lincoln, den als Sklavenbefreier verehrten "Lieblingspräsidenten" vieler Amerikaner?

Ben sucht die Wahrheit. Dafür muss er unter anderem - natürlich unbemerkt - an die Schreibtische der Queen im Buckingham Palast sowie den des US-Präsidenten im Oval Office des Weißen Hauses. In ihrer Absurdität sind diese "Büro-Besuche" durchaus amüsant. Doch es kommt noch besser: Gates "kidnappt" den US-Präsidenten (Bruce Greenwood), um von ihm etwas über das "geheime Buch" zu erfahren. Bei diesem Werk handelt es sich um das Buch, das auf so ziemlich jede Frage zur US-Historie eine Antwort weiß und das von einem US-Präsidenten zum nächsten weitergegeben wird.

Unterstützt wird Ben Gates bei alledem von seinen aus Teil eins bekannten Mitstreitern, Ex-Freundin Abigail Chase (Diane Kruger) und Riley Poole (Justin Bartha). Auch sein Vater (Jon Voight) und seine Mutter, gespielt von Oscar-Preisträgerin Helen Mirren ("The Queen"), helfen ihm auf ihre Weise. Die erstklassige Besetzung - erneut spielt Harvey Keitel den FBI-Agenten Sadusky - hilft über manche Schwäche des überdrehten Drehbuchs weg.

Anspruchslos ist das Skript dabei keineswegs. Wenn man dem Werk von Produzentenmagnat Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik") in den Details folgen will, muss man sich konzentrieren. Der Held ist dabei zwiespältig wie Drehbuchautorin Marianne Wibberley in den Unterlagen zum Film zugibt. "Ben ist zum Teil ein Streber, aber eben auch cool und edel." Er sei ein "altmodischer, trotteliger Typ" und doch auch "ikonenhafte Heldenfigur".

Wer Amerika-Pathos und Action mag, wird den gut 125 Minuten langen Film in "Indiana Jones"-Machart mögen.

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