Das Schloss im Himmel

Fantasy/ , J 1986
Zeichentrickklassiker von Hayao Miyazaki

Zeichentrickklassiker von Hayao Miyazaki

In Japan bricht er regelmäßig Besucherrekorde, aber auch im Westen werden die Animationsfilme von Hayao Miyazaki seit einigen Jahren verstärkt gesehen - so wurde "Chihiros Reise ins Zauberland" (2003) mit dem Oscar ausgezeichnet. Ein frühes Meisterwerk von Miyazaki ist sein Spielfilm "Das Schloss im Himmel" (1986).

Das Fantasy-Abenteuer nimmt das Motiv der fliegenden Insel Laputa aus Jonathan Swifts "Gullivers Reisen" auf und formt daraus eine ganz eigenständige, von vielfachen Quellen und Vorlagen inspirierte Vision. Die Einflüsse reichen von der deutschen Romantik über die technischen Utopien eines Jules Verne bis zur Ästhetik des französischen Zeichentrickfilmers Paul Grimault (1905 - 1994).

Miyazaki erzählt die spannende Geschichte des Waisenmädchens Sheeta, das einen magischen Kristall besitzt, der eine Verbindung zum mysteriösen, seit langem verschollenen Himmelskönigreich Laputa darstellt. Vor allem der bösartige Regierungsbeamte Musca will um jeden Preis den Kristall in seinen Besitz bringen. Mit Hilfe von Pazu, einem mutigen Burschen aus einem Bergarbeiterdorf, gelingt es Sheeta aber immer wieder, ihre Verfolger abzuschütteln. Verfolgt werden die Kinder auch von einer Piratenbande unter Führung der tollkühnen Chefin Dora - dieser wilde Haufen mit seinen tollen Flugmaschinen entpuppt sich nach einiger Zeit als recht gutmütig und hilfsbereit.

Dabei haben Miyazakis bisweilen surreal anmutende Bildeinfälle durchaus reale Vorbilder. Der Regisseur weist darauf hin, dass das Schwindel erregend konstruierte Dorf der Bergleute, in dem die Abenteuer von Sheeta und Pazu ihren Anfang nehmen, sich im Rhondda-Tal in Süd-Wales wiederfinden lässt. Und bei den Piraten standen die drei Brüder des Regisseurs Modell. Die fantastischen Wolkenkuckucksheime sind also verankert in der wirklichen Welt.

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