Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Drama/Romanze, USA 2014
Hazel und Gus sind todkrank

Hazel und Gus sind todkrank

Wie Jugendliche und ihre Eltern mit einer tödlichen Krebsdiagnose umgehen, haben Filmemacher sehr oft thematisiert: mal zynisch, oft pragmatisch und schmerzhaft ehrlich. Auch zwei Teenager legen in "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" nach John Greens Roman diese Eigenschaften an den Tag. Doch vor allem sind die beiden 17-Jährigen trotz ihres Schicksals über weite Strecken herrlich normal.

Vor drei Jahren ist Hazel (Shailene Woodley) unheilbar an Schilddrüsenkrebs erkrankt, nur eine medizinische Testreihe hat sie vor dem frühen Tod bewahrt. Doch wenig später breitet er sich in der Lunge aus, sodass die 17-Jährige fortan mit Beatmungsschlauch in der Nase und einem Sauerstofftank im Trolley durch das Leben läuft - und das mit einer Selbstverständlichkeit, dass der Zuschauer diese Apparatur nach der Hälfte des mehr als zweistündigen Films gar nicht mehr wahrnimmt. Widerwillig geht Hazel zu einer kirchlichen Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche mit einem erlöserähnlichen Leiter. Denn, so erzählt das Mädchen aus dem Off, besteht ihr einziger Lebenswille darin, ihre Eltern glücklich zu machen.

Eines Tages trifft sie dort Gus (Ansel Elgort) , dem wegen seines Knochenkrebses Fuß und Unterschenkel amputiert wurden und der mit kindischem Trotz und jugendlicher Überheblichkeit der Krankheit begegnet. Immer wieder steckt er sich eine Zigarette in den Mund, zündet diese aber nicht an. "Ich erkenne die Krankheit an, gebe ihr aber keine Macht über mein Leben", lautet seine Begründung. Energisch sträubt sich die beherrschte Hazel, ihre Gefühle für Gus zuzulassen. Doch natürlich gelingt ihr das nicht. Stattdessen schafft es Gus, über die Make-A-Wish-Stiftung, dass die beiden zusammen mit Hazels Mutter nach Amsterdam reisen, um den inzwischen ihr Leben bestimmenden Autor (Willem Defoe) ihres Lieblingsromans zu treffen. Eine außergewöhnliche Reise, die die Erwartungen der beiden nicht erfüllt und doch übertrifft.

Die Hauptdarsteller Woodley und Elgort agieren mit jugendlichen Frische und Selbstverständlichkeit, sodass man Regisseur Josh Boone nur dazu beglückwünschen kann, diese Schauspieler gefunden zu haben.

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