Das kleine Gespenst

Family/Fantasy, D/CH 2013
Das Gespenst will die Welt nicht nur nachts sehen

Das Gespenst will die Welt nicht nur nachts sehen

Otfried Preußler war ein begnadeter Geschichtenerzähler. Hexen, Räuber und Gespenster bevölkern seine fantastischen Erzählungen, die Klassiker der deutschen Kinderbuchliteratur sind. Nun kommt "Das kleine Gespenst" ins Kino, produziert von den Machern des "Krabat"-Films. Regie führt Alain Gsponer, der Filme wie "Das wahre Leben" und "Lila, Lila" in Szene setzen.

In "Das kleine Gespenst" will der freche Geist die Welt unbedingt am Tage erleben, nicht immer nur zur Geisterstunde. Doch als sich sein Traum erfüllt, färbt der erste Sonnenstrahl das schneeweiße Flatterwesen in tiefstes Schwarz. Den beschaulichen Ort Eulenstein versetzt der schwarze Geist in helle Aufregung - und auch das Gespenst selbst hat bald genug vom mittäglichen Spuk und will unbedingt wieder ein Nachtgeist werden. Eine schwierige Sache. Zum Glück gibt es drei mutige Kinder (Jonas Holdenrieder, Emily Kuscher und Nico Hartung), die dem kleinen Gespenst dabei helfen wollen, zur Spukzeit um Mitternacht zurückzukehren.

Anna Thalbach hat dem Gespenst ihre Gesichtszüge und vor allem ihre wandelbare und wunderbar geheimnisvolle Stimme verliehen. Inbrünstig lässt sie den kleinen Spukgeist seufzen: "Einmal die Welt bei Tag erleben, das wäre mein größter Wunsch!" Besonders schön sind die Momente, in denen das Gespenst seinen besten Freund, den Uhu Schuhu, besucht und mit ihm zu mitternächtlicher Stunde über das Leben, die Geisterwelt und die Schönheiten der Erde sinniert.

Regisseur Alain Gsponer hat für seinen Realfilm die Buchvorlage von 1966 behutsam in die Moderne versetzt, dabei aber allzu große Brüche vermieden. Das Ergebnis ist ein ebenso kurzweiliger wie spannender Familienfilm, der den liebenswert altmodischen Charme vieler Preußler-Bücher besitzt.

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