‚Das kalte Herz‘: Fantasy mit erhobenem Zeigefinger

Drama/Fantasy, D 2016

Peter hat es nicht leicht

Die Neuauflage von Wilhelm Hauffs Märchenklassiker setzt auf düstere Fantasystimmung und gerät zur moralischen Schauergeschichte

Vor langer, langer Zeit im Schwarzwald: Der bitterarme Köhlersbursche Peter (Lau) und die aus reichem Hause stammende Lisbeth (Confurius) sind unsterblich ineinander verliebt. An eine Hochzeit ist wegen der Standesunterschiede nicht zu denken, wird dem sanftmütigen Peter von Lisbeths Vater deutlich klar gemacht.

In seiner Verzweiflung erbittet sich der arme Tropf Hilfe vom Glasmännchen (Peschel). Der Naturgeist erfüllt Peter tatsächlich drei Wünsche -die der Tor allerdings für Nichtigkeiten verschwendet. Und schon ist der dämonische ‚Holländer-Michel“ (Bleibtreu) zur Stelle und verspricht Peter Reichtum und Ansehen, wenn er sich ein Herz aus Stein einsetzen lässt. Der Deal hat üble Folgen...

Wilhelm Hauffs berühmtes Märchen von 1827 wurde in der hinreißenden DEFA-Verfilmung von 1950 zum Weihnachtsklassiker. Die Neuauflage setzt auf düstere Fantasystimmung und Action, die nicht sehr subtil mit Kapitalismuskritik und einer Öko-Botschaft verknüpft sind. Beeindruckende Schauwerte, wenig Charme.

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