Das grüne Wunder - Unser Wald

Dokumentation, D 2012
Der Wald bietet vielen Lebewesen Platz

Der Wald bietet vielen Lebewesen Platz

Fichtenzapfen öffnen sich mit leisem Knacken, sanft gleiten Samen auf den Februarschnee - poetisch zarte Bilder wie diese gibt es viele in "Das grüne Wunder - Unser Wald". Das Filmteam der grandiosen Natur-Dokumentation begleitet die Tier- und Pflanzenwelt heimischer Wälder über die Jahreszeiten hinweg.

"Dieser Film erlaubte uns wie kein zweiter, unserem Motto gerecht zu werden und das Unbekannte im Bekannten sichtbar zu machen", wird Regisseur und Produzent Jan Aft in einer Mitteilung zitiert. Gezeigt werden kulleräugige Fuchsjunge im Bau und tobende Frischlinge in der Frühlingssonne - vor allem aber viele kleine und große Wunder des Waldalltags, die die meisten Menschen noch nie gesehen haben dürften. So stürzt sich ein Eichelhäher auf einen Ameisenhaufen - um sich mit Ameisensäure besprühen und so von lästigen Parasiten befreien zu lassen. Nahaufnahmen der Ameisen zeigen im Detail, wie aus deren Hinterleib ätzende Flüssigkeit spritzt.

Staunen lassen auch die Aufnahmen tierischer Scharmützel: Eine Erdhummel vertreibt eine vielfach größere Waldmaus aus ihrer Höhle, eine Raupe verteidigt sich gegen eine Ameise, ein Hirschkäfer rangelt mit Hornissen um leckeren Baumsaft. Imposant sind auch die Rangkämpfe der Käfer um ein Weibchen. Mit ihren "Geweihen" versuchen sich die Kontrahenten auszuhebeln, das unterlegene Hirschkäfermännchen fliegt in hohem Bogen vom Baum. Ein großes Plus des Films ist, dass neben bekannten Arten wie Wildschwein und Storch so viele weniger präsente wie Lebermoos, Leuchtkäfer und Schleimpilz Eingang fanden.

Insgesamt sechs Jahre hat das Team gedreht, gut 100 Nächte im Tarnzelt verbracht und 250 Stunden Filmmaterial (Kamera: Jan Haft, Kay Ziesenhenne) aufgenommen. Zum Einsatz kamen selbstgebaute, motorbetriebene Kameraschlitten auf Seilbahnen und eigens konstruierten Schienensystemen. Entstanden sind 93 Minuten großartiger Naturfilm, von dessen herrlichen Bildern man sich unbedingt auf der Großleinwand eines Kinos verzaubern lassen sollte.

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