Das große Rennen von Belleville

Komödie/ , F/B/UK/CDN 2003
Meisterwerk aus französischer Feder

Meisterwerk aus französischer Feder

Der Zeichentrickfilm "Das große Rennen von Belleville" aus Frankreich war heuer für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert. Und dass Regisseur Sylvian Chomet mit diesem Meisterwerk nicht gewonnen hat, kann eigentlich nur an den Seitenhieben auf die überquellende US-Fress-Kultur liegen.

Womit soll man nur anfangen beim Appetit machen auf diese Trickfilm-Extravaganzen, deren Logik die eines Fiebertraumes zu sein scheint und deren Zickzack-Kurs unvorhersehbar ist? Beim traurigen kleinen Jungen, der von seiner Oma Souza ein Dreirad geschenkt bekommt, der sich als Radfahrer-Ass entpuppt und von der Oma zum Champion trainiert wird? Oder von der Tour de France, wo das Kleinbürgertum im Campingwagen am Straßenrand jubelt, mit Bilderbuch-Franzosen mit Kippe, Baskenmütze und Rotweinnase? Oder doch lieber bei den drei greisen Damen des Swing-Gesangstrios "Les Triplettes" - (Originaltitel des Films: "Les Triplettes De Belleville") -, das einst zusammen mit Josephine Baker im Variete auftrat und nun in Belleville im Slum haust und Frösche zum Abendbrot fängt?

Der Radfahrer jedenfalls wird während der Tour de France von Mafiosi gekidnappt und nach Belleville verschleppt. Madame Souza strampelt mit Hund Bruno im Tretboot über den Ozean hinterher und stößt in Belleville auf die hilfsbereiten "Triplettes". Belleville ist eine Furcht erregend große Metropole mit (abgesehen von den klapperdürren "Triplettes") furchtbar dicken Einwohnern, deren Wahrzeichen eine Freiheitsstatue mit einem Fleischlaberl in der Hand ist.

Nach dem selbstbewussten Motto "Friss oder stirb" bombardiert sein krauses Szenario den verblüfften Zuschauer mit Einfällen voll morbider Poesie, deren kleinster gemeinsamer Nenner die Liebe zur Nostalgie und zum vertrackten Detail ist.


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