Das Comeback

Drama/ , USA 2005
Russell Crowe überzeugt als Jim Braddock

Russell Crowe überzeugt als Jim Braddock

Boxerfilme haben zu allen Zeiten Konjunktur, denn kein anderer Sport symbolisiert so schlagend den Kampf ums Dasein. "Das Comeback" von Ron Howard trägt besonders schwer an seiner Symbolträchtigkeit, denn mit dem legendären James "Jim" Braddock erlebt darin ein Held seine Wiederauferstehung, wie er vorbildlicher nicht sein könnte.

Die Huldigung vereint in der Person des irischstämmigen New Yorker Boxers alle Werte, für die ein guter Mann kämpfen sollte: Familie, Vaterland, Fairplay. Ein Wunder ist das Comeback des Jim Braddock, der nach anfänglich vielversprechender Boxkarriere durch die Verletzung seiner rechten Hand und den Verlust seines Vermögens während des Börsenkraches in bitterste Armut gestürzt wurde. Schauspieler Russell Crowe steigt nach "Gladiator" erneut mit Bravour in den Ring.

Dieser historischen Arbeiter-Ikone Glaubwürdigkeit zu verleihen, ist angesichts der im Film geschilderten Perfektion des authentischen Braddock kein einfaches Unterfangen. Dieser Mann, zu gut um eigentlich wahr zu sein, liebt unverbrüchlich Land, Frau und Kinder, teilt mit ihnen das letzte Stückchen Wurst, und redet dem Sohn beim Diebstahl einer solchen streng ins Gewissen. Als er nach fünfjähriger Auszeit 1934 wieder zu boxen beginnt, schuftet er dennoch klaglos als Tagelöhner auf den Docks und zahlt beim Beginn seiner neuen Erfolgssträhne gar die zuvor schamhaft beantragte Sozialhilfe zurück.

Sein rebellischer Kumpel Mike dagegen kommt bei einer Schlacht zwischen Polizei und Kommunisten ums Leben - doch der Film vermeidet es, genauer auf die Epoche der so genannten "großen Depression" einzugehen, in der jeder vierte Amerikaner arbeitslos war. Stattdessen verlässt sich Regisseur Ron Howard, der stets ein Händchen für nationale Helden hatte ("Backdraft", "Apollo 13"), erneut auf den Star, der ihm für "A Beautiful Mind" einen Oscar bescherte. Zurecht, wie der Film beweist.

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