Dark Star - HR Gigers Welt

Dokumentation, CH 2014
H.R. Giger haben wir u.a. das "Alien" zu verdanken

H.R. Giger haben wir u.a. das "Alien" zu verdanken

Das Zuhause des Schweizer Künstlers Hansruedi Gigers Zuhause ist viel mehr als nur ein Heim: Es ist ein Universum. Skulpturen in allen Größen, und Materialien, aus denen Wesen entstehen sollen. Unweigerlich taucht man ein in diese Welt. "Wer war HR Giger?" Nicht weniger als diese große Frage wirft Regisseurin Belinda Sallin in ihrem Dokumentarfilm "Dark Star - HR Gigers Welt" auf.

Giger, seit seinem Oscar für die Filmfigur "Alien" weltberühmt, war Zeit seines Lebens von vielen Vertretern der Kunstszene skeptisch beargwöhnt worden. Seine Werke thematisieren die Geburt, Sexualität, den Tod, sie sind oftmals erotisch und sadistisch aufgeladen: Da sind Frauen, in deren Vagina riesige Schläuche oder Stäbe führen, oder Wesen, die mehr Monster und Maschine zugleich sind.

Witwe Carmen Maria Giger bezeichnet Giger als "Reporter der Dunkelheit in uns". "Was wir alle fliehen, ist sein Zuhause: das Unheimliche", sagt Kurator Andreas Hirsch. "Er thematisiert Dinge, an die wir kaum zu denken wagen. Er ist ein Visionär", findet der Psychiater Stanislav Grof.

Bei seinen Fans genoss Giger Kultstatus, wie eine Schlüsselszene des Films zeigt: An einer Vernissage bitten Fans aus allen Herren Ländern den "Meister", wie sie ihn nennen, um eine Unterschrift. Tätowierte und gepiercte Männer brechen in Tränen aus vor dem alten, gebrechlichen Mann. Ebenso wie Giger in seiner Kunst spielt die Regisseurin im Film mit der Furcht des Betrachters. Musik unterstreicht die Wirkung der Filmaufnahmen und kreiert düstere Stimmungen.

Sallin erzählt von Gigers Werdegang, seiner Familie, seinem Privatleben. Allerdings bleibt einiges auch im Dunkeln, gerade was die Motive des Künstlers betrifft. Das mag daran liegen, dass Giger zum Zeitpunkt des Filmdrehs bereits gesundheitlich angeschlagen war und nicht mehr so über seine Kunst zu sprechen vermochte oder wollte, wie er es vielleicht noch vor zehn Jahren getan hätte. Als hätte er geahnt, dass sein Leben sich zu Ende neigt, sagt der Künstler im Film er habe "alles gemacht, was ich machen wollte. Ich bin zufrieden mit mir".

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