Daratt

Drama/ , CHA/F/B/A 2006
Mahamat-Saleh Haroun beeindruckt

Mahamat-Saleh Haroun beeindruckt

Der im Tschad geborene Mahamat-Saleh Haroun hat das Drama "Daratt" auf die internationalen Leinwände gebracht. Ein faszinierendes Kammerspiel um Schuld und Sühne zwischen einem jungen Mann und dem Mörder seines Vaters, eine intensive Tragödie nach der Tragödie, die das Weiterwirken von Gewalt, aber auch die heilende Kraft von Menschlichkeit und Vergebung zeigt.

In einem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land wie dem Tschad sind die "Titus"-Themen von Vergebung und Versöhnung die vordringlichsten, lautete die Überlegung des 1961 geborenen Mahamat-Saleh Haroun, der in Paris Film studierte, 1999 mit "Bye, Bye Africa" den ersten Langspielfilm seines Landes gedreht hat und nun auf "Abouna" (2002) mit "Daratt" seinen dritten Spielfilm folgen ließ. Es ist eine ruhige, fast kontemplative und nahezu wortlose Studie über die Rache, bei der das Spiel seiner beiden Hauptdarsteller ebenso in den Bann zieht wie die Konstruktion, bei der sich die Schlinge immer mehr zuzieht.

Atim, ein junger Schwarzer (Ali Bacha Barkai), hört mit seinem Großvater die Nachricht von einer Generalamnestie, mit der die Wunden des Bürgerkriegs in dem westafrikanischen Land verschlossen werden sollen. Er wird dies nicht hinnehmen und macht sich auf die Suche nach dem Mörder seines Vaters. In dem älteren Bäcker Nassara (Youssef Djaoro) findet er ihn. Er starrt ihn an, fällt ihm auf, lässt sich als Gehilfe engagieren. Immer wieder hat Atim die mitgebrachte Pistole in der Hand, doch er bringt es nicht fertig abzudrücken. Wie Raubtiere umkreisen die beiden Männer einander in höchster Wachsamkeit, und in diesem prekären Klima wächst eine fragile, intensive Beziehung.


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