Da geht noch was

Drama, D 2013
Conrad versteht die Welt nicht mehr

Conrad versteht die Welt nicht mehr

Wenn Eltern sich trennen, ist das für die Kinder meistens ein Schock. Selbst, wenn diese Kinder schon erwachsen sind und eigenen Nachwuchs haben. So auch für einen jungen Mann, der sich in Holger Haases Kinodebüt "Da geht noch was" auf einmal um seinen verletzten Vater kümmern muss, während seine Mutter nach 40 Ehejahren endlich ihr Leben selbst bestimmen will.

Jahrzehntelang hat der Vater die Familie mit seinen Launen terrorisiert. Nun verfällt er zum Ärger Conrads in Selbstmitleid. Henry Hübchen und Florian David Fitz spielen das Vater-Sohn-Gespann, bei dem es bald gewaltig kracht - Zündstoff gibt es genug, vor allem Konflikte von früher. Conrad hat früher immer von der Familie aus der Werbung geträumt, in der alle lachen und liebevoll sind. Die hat er sich auch erschaffen, mit Tamara (Thekla Reuten), der hübschen Karrierefrau, und seinem Sohn Jonas (Marius Haas). Dabei bemerkt er gar nicht, dass sein Sohn das Familienglück alles andere als perfekt empfindet, zumal er sich in seinem Internat einfach abgeschoben fühlt.

Die Idee zu dem Film hatte Regisseur Haase, als sich seine eigenen Eltern im Alter trennten. Als Anhäufung von Absurditäten erlebte er diese Zeit - perfekter Stoff für ein Drehbuch, wie er fand: "Denn auch bei einer Trennung gibt es viel zu lachen. Gerade, wenn es die eigenen Eltern sind."

Wichtig ist dem Regisseur vor allem die Botschaft, sich immer wieder wahrzunehmen und das Glück nicht aufzuschieben. Das macht auch sein Film deutlich. "Das Leben ist jetzt. Nicht in fünf Jahren, wenn das Haus fertig ist oder in zehn Jahren, wenn der Bausparkredit aufgelöst ist."

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