C.R.A.Z.Y. - Verrücktes Leben

Komödie/Drama, CDN 2005
Zac eifert seinem Idol David Bowie nach

Zac eifert seinem Idol David Bowie nach

Wer zu Weihnachten geboren ist, ist nicht zu beneiden: Nicht nur, dass Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke insgesamt weniger sind, nein, irgendwie muss man auch braver als der Rest der Welt sein. Regisseur Jean-Marc Vallée unternimmt mit Protagonist Zac eine Zeitreise durch Mode, Musik und Lebensgefühl der 70er Jahre.

Ausgerechnet zu Weihnachten 1960 erblickt Zachary in Quebec das Licht der Welt. Für die fromme Mutter ist Zac mit einer besonderen Begabung gesegnet, und auch der engstirnige Vater ist maßlos stolz auf seinen Zögling. Für Zac beginnt eine idyllische Kindheit voller kleiner Wunder. Sein Vater lässt ihn das Auto waschen und nimmt ihn mit auf heimliche Spritztouren.

Aber das Glück ist nur von kurzer Dauer. Denn als Zacs Hormone beginnen, verrückt zu spielen, geht der Vater auf Distanz. Seine Konflikte mit den Eltern und die Rivalität mit dem älteren Bruder, der im Rausch der Drogen immer unberechenbarer wird, halten ihn in Atem. Nichts ist mehr wie früher: Die ersten Erfahrungen mit Liebe, Sex und Drogen machen sein Leben als Teenager zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.

Er raucht heimlich Joints und versucht, mit Motorradtouren den Mädchen imponieren. Vor allem aber kämpft er darum, die Anerkennung seines Vaters zurückzuerobern. Im aufreibenden Stellungskrieg der beiden hat sich mittlerweile auch der musikalische Graben vertieft: Während sich Papa Gervais - unbeeindruckt von allen gesellschaftlichen Umwälzungen - weiter von Balladen einlullen lässt, flüchtet Zac in Songs, in denen Aufbruchsstimmung und die sexuelle Ambivalenz seiner Epoche pulsieren. Pink Floyd und die Rolling Stones werden Zacs ständige Begleiter. Die schillernden Verwandlungen seines androgynen Halbgottes David Bowie machen ihm Mut, mehr eigenen Willen, mehr modische und sexuelle Extravaganz zu wagen.

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