Couscous mit Fisch

Drama, F 2007
Der Film wurde mit drei Césars ausgezeichnet

Der Film wurde mit drei Césars ausgezeichnet

Regiemeister Abdellatif Kechiches neuer Film "Couscous mit Fisch" behandelt anhand eines Hafenarbeiters, der auf eine bessere Zukunft hofft, die Problematik der Immigration aufgrund bürokratischer Hürden sowie die Mühe, sich in der Ferne eine Existenz aufzubauen.

Der Hafenarbeiter Slimane hat mit seinen sechzig Jahren ein stattliches Alter erreicht. Das Problem ist, dass die Fischereiindustrie im französischen Seté dazu gezwungen ist, in der internationalen Wirtschaft mitzuhalten, und so wird von den Schwerarbeitern unmögliches verlangt. Slimane kann dieses Pensum nicht mehr erfüllen und sieht sich mit der permanenten Kündigungsdrohung konfrontiert. Slimanes Privatleben bleibt aus diesem Grunde auch auf der Strecke. Als er letzten Endes gekündigt wird, setzt er sich nicht in seiner Heimat Nordafrika zur Ruhe sondern geht daran, seinen Traum zu verwirklichen: Er plant, ein Restaurant zu eröffnen, dessen Spezialität Couscous mit Fisch sein soll.

Gemeinsam mit seiner Familie plant er dieses Vorhaben. Slimane möchte sein Restaurant auf einem vor Anker liegenden Schiff ansiedeln. Seine Ex-Frau, eine talentierte Couscous-Köchin, kann er von seiner Idee überzeugen. Rym (Hafsia Herzi), die Tochter von Slimanes Lebensgefährtin, versucht gemeinsam mit ihm die Hürden der Bürokratie zu überwinden. Doch innerfamiliärer Spannungen drohen das Projekt zum Scheitern zu bringen ...

Bereits vor zehn Jahren wollte Regisseur Kechiche das Projekt gemeinsam mit seiner Familie verwirklichen. Als jedoch sein Vater starb, konnte Kechiche nicht weiterarbeiten und legte das Projekt auf Eis. Die Fertigstellung des Films hat sich jedenfalls gelohnt: Der Filmemacher, der 2003 für "L’Esquive" den César für den besten Film, beste Regie und bestes Drehbuch erhielt, heimste diese drei Preise auch für sein neues Werk ein.

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