Coraline

Abenteuer/Family, USA 2009
Unheimliches Märchen von Henry Selick

Unheimliches Märchen von Henry Selick

Dank neuer Digital-Technik erlebt das 3D-Kino eine Renaissance. Im Frühjahr eröffnete sogar das Festival in Cannes mit einem 3D-Streifen ("Up"). Nun bringt Regisseur Henry Selick, bekannt durch das Meisterwerk "Nightmare Before Christmas", die Abenteuer von Coraline ins Kino. Eine Premiere, handelt es sich doch bei "Coraline" um den ersten im Stop-Motion-Verfahren animierten Spielfilm in 3D.

Gerade ist Coraline von Michigan nach Oregon gezogen. Die Elfjährige vermisst nicht nur ihre Freunde, sondern fühlt sich auch von den Eltern vernachlässigt. Kein Wunder, dass sich das Mädchen mit den blauen Haaren und der entzückend schrägen Nase ein besseres Leben herbeisehnt. Als sie eines Tages eine Geheimtüre entdeckt, beginnt eine abenteuerliche Geschichte. In einer Parallelwelt kümmern sich die Eltern liebevoll um das Kind, merkwürdig nur, dass sie statt Augen Knöpfe haben. Auch der Nachbarsjunge ist anders als im richtigen Leben ein netter Kerl, bis diese Traumwelt zum Alptraum wird: Ihre andere Mutter (gesprochen im Original von "Desperate Housewife" Teri Hatcher) will ihr ebenfalls Knopfaugen machen, sie entpuppt sich als böse Hexe, die es nicht nur auf sie, sondern auch auf ihre Eltern aus der realen Welt abgesehen hat.

Regisseur Selick kredenzt eine visuell faszinierende, teils unheimliche Melange aus "Alice im Wunderland" und dem "Zauberer von Oz", die Erwachsenen und älteren Kindern Freude bereiten dürfte. "Coraline", dieses Wunderwerk in 3D, basiert auf Neil Gaimans gleichnamigen Kinderbuch. Der Film entführt in eine wunderbare und gruselige Sphäre voller skurriler Geschöpfe und ist von einer stimmigen Sound-Kulisse untermalt, für die Bruno Coulais (2005 César für die Musik zu "Die Kinder des Monsieur Mathieu") verantwortlich zeigt. 

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