Cloud Atlas

Drama/Science Fiction, D/USA/HK/SGP 2012
Hanks und Berrys Figur begegnen sich immer wieder

Hanks und Berrys Figur begegnen sich immer wieder

Es ist der teuerste deutsche Film, den es bisher gab. Mit "Cloud Atlas" bringen Tom Tykwer ("Das Parfum") und die "Matrix"-Macher Lana und Andy Wachowski ein monumentales Epos über den Sinn des Lebens auf die Leinwand. Ihre Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von David Mitchell über Liebe, Tod und Wiedergeburt sprengt nicht nur ästhetisch und erzählerisch die Grenzen.

Auf sechs parallel verlaufenden Ebenen erzählt der Film vom Sinn des Lebens - und der Erkenntnis, dass unser Verhalten im Jetzt eine Auswirkung auf die Zukunft hat. Die Saga beginnt im 19. Jahrhundert und endet im 25. Jahrhundert. Obwohl es sechs Geschichten gibt, wird sie zusammengehalten von Tom Hanks Figur. Hanks ist im Jahr 1849 ein übler Arzt auf einem Schiff im Pazifik. 1936 trickst er als hinterlistiger Hotelchef in Schottland seine Gäste aus. 1973 verliebt er sich in San Francisco als Physiker in eine geheimnisvolle Frau (Halle Berry). 2012 stürzt er in London als wütender Schriftsteller einen seiner Kritiker vom Hochhaus. Im Jahr 2321 hütet er in einer in die Steinzeit zurück gefallenen, postapokalyptischen Zivilisation auf Hawaii Ziegen. Und 2346 erzählt er am Lagerfeuer eine fast unglaubliche Geschichte.

Auch Halle Berry, Hugh Grant, Susan Sarandon, Jim Broadbent, Ben Whishaw, Jim Sturgess, Doona Bae und Hugo Weaving spielen Figuren, die sich in verschiedenen Leben immer wieder begegnen: Ein amerikanischer Anwalt (Sturgess) setzt sich im 19. Jahrhundert für einen Sklaven ein. Eine Journalistin (Berry) deckt in den 70er Jahren eine Atom-Intrige auf. Ein Verleger (Broadbent) wird im Jahr 2012 gegen seinen Willen in ein Altenheim eingeliefert und plant den Ausbruch. Eine geklonte Kellnerin versucht, 2144 in Südkorea ihren eigenen Willen zu entdecken.

Mit 100 Millionen Dollar Produktionskosten ist "Cloud Atlas" der teuerste deutsche Film, und mit 172 Minuten gehört das Werk auch zu den längsten Filmen des Jahres. Gleich vier Oscarpreisträger treten in jeweils bis zu sechs Rollen auf: Tom Hanks, Halle Berry, Susan Sarandon und Jim Broadbent. Herausgekommen ist ein magischer Trip durch die Jahrhunderte. Auch wenn die Story manchmal überkonstruiert wirkt - wer sich auf "Cloud Atlas" einlässt, wird großes, leidenschaftliches Kino erleben.

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