Citizen Kane

Drama/ , USA 1941

Im zarten Regisseurs-Alter von 24 Jahren drehte Orson Welles 1941 mit seinem Debüt einen der einflussreichsten Filme in der Geschichte des Kinos. Mit "Citizen Kane", der am Samstag, 3. Juli, im Wiener Augarten im "Kino unter Sternen" zu sehen ist, hat das amerikanische Kino seine Unschuld verloren.

Aufstieg und Fall eines Medienzaren, "the classic story of power and the press!" Anekdoten, subjektive Erinnerungen, fiktive Dokumentarszenen, in atemberaubender Rückblendenstruktur ingeniös montiert zu einem fragmentierten, fragmentarischen biografischen Essay, barock und immens detailreich zugleich, der um Geld, Macht und verlorene Kindheit kreist - nicht zuletzt um den American Way of Life.

"Der frühzeitige und intensive Umgang mit Shakespeare hat, so glaube ich, Welles eine antimanichäische Weltsicht vermittelt und ihn veranlasst, die Vorstellung vom Helden, die vom Guten und Bösen zu vermengen und zu verwirren", sagte einst der französische Filmemacher Francois Truffaut. Wie das amerikanische Kino inspirierte "Citizen Kane" auch nicht zuletzt die Nouvelle Vague.

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