Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte

Abenteuer/Family, USA 2010
Weiter geht das Fantasy-Abenteuer

Weiter geht das Fantasy-Abenteuer

Beinahe wäre es gar nicht so weit gekommen: Als "Die Chroniken von Narnia: Die Reise auf der Morgenröte" Ende November in London Weltpremiere feierte - in Anwesenheit von Queen Elizabeth II. -, dürften einige der Macher vor Erleichterung geseufzt haben. Denn der dritte Teil der Verfilmung der Jugendbuchreihe von C.S. Lewis stand zwischendurch auf der Kippe.

Während Teil eins "Der König von Narnia" zu Weihnachten 2005 noch die Kassen klingeln ließ, war die Fortsetzung "Prinz Kaspian von Narnia" im Vergleich schon fast ein Flop. Disney zog sich daraufhin aus der Produktion der dritten Folge des Fantasy-Spektakels zurück. Kurz sah es schlecht aus, doch dann übernahm 20th Century Fox.

Nun geht es wieder um die Abenteuer von jungen Menschen-Helden in der fiktiven Welt Narnia mit ihren magischen Bewohnern. Wieder kämpft Gut gegen Böse, geht es um Mut, Erwachsenwerden und auch ein bisschen Selbstfindung. Außerdem gibt es wie auch in den Büchern des britischen Autors, die von Ende der 1930er Jahre bis Mitte der 1950er Jahre erschienen, moralische Botschaften mit religiösen Untertönen. Vielleicht sind auch die der Grund dafür, warum "Narnia" trotz aller Hoffnung der Macher nicht zum neuen "Harry Potter" inklusive Kassenphänomen geworden ist.

Gute Familienunterhaltung ist das Ganze trotzdem. Alles beginnt in England im Zweiten Weltkrieg. Die Geschwister Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley) - in der realen Welt angekommen - denken mit Wehmut an ihre früheren Zeiten in der Parallelwelt Narnia, von der nur wenige außer ihnen überhaupt wissen. Doch dann werden sie in ein geheimnisvolles Bild hineingezogen und landen auf dem Schiff "Morgenröte" in dem Zauberreich. Neue Abenteuer warten, denn Narnia ist wieder in Gefahr durch dunkle Mächte. Prinz Kaspian (Ben Barnes) braucht dringend die Hilfe seiner Menschenfreunde.

Was die jungen Helden Edmund und Lucy im Film ärgert, freut den Zuschauer umso mehr: Durch Zufall ist der nervige Cousin der beiden mit durchs Bild gerutscht und im Zauberreich gelandet. Während Eustachius im Film allen auf den Wecker geht, dürfte er zum Publikumsliebling werden. Denn die Neuentdeckung Will Poulter spielt die Rolle mit so viel Witz und Originalität, dass er aus dem Schauspielerteam eindeutig herausragt.

Für Lucy und Edmund sind die Fantasiereisen am Schluss des Films für immer zu Ende. Sie sind an der Schwelle zum Erwachsenwerden und müssen Narnia hinter sich lassen. In den Romanen führt Eustachius die Geschichte weiter. Noch vier weitere Buch-Teile des Klassikers warten auf Hollywood. Ob die Zuschauerzahlen dafür genügend Finanzierung anziehen, wird sich zeigen.

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