Cecil B.

/ , F/USA 2000

"Alle Macht denen, die schlechtes Kino bestrafen!" - was sich viele möglicherweise nach einem üblen Filmabend heimlich wünschen, setzt sich in "Cecil B." eine Terrorgruppe zum Ziel. Skandalregisseur John Waters lässt vermuten, dass "Dogma" erst der Anfang war: Die wirklich radikalen Regisseure greifen zur Pistole statt zur Kamera. ****

Schauspielerin Honey Whitlock ist der Inbegriff einer Hollywood-Diva: Kein Wunder, dass es zum Skandal ausartet, als der Star auf der Gala-Premiere ihres neuesten Kassenschlagers vor dem Mikro entführt wird. "Kinoterroristen - macht mit bei der Revolution gegen Hollywood-Film", schreien die Entführer noch, bevor sie flüchten. Cecil, so der Name des "Anführers", zwingt Honey, die Hauptrolle in seinem neuen Film anzunehmen: Er will die "ultimative Realität" finden und die Geschichte einer Frau erzählen, die Rache am Mainstream-Kino nimmt. Während sich die Polizei auf die Spuren der Kino-Terroristen heftet, findet Honey immer mehr Gefallen an ihrer neuen Rolle...

Schon der Titel "Cecil B." verspricht Geniales: Der Name des radikalen Regisseurs, der das Kino liebt und die Filmindustrie hasst, ist eine Mischung aus "demented" = wahnsinnig und einem der größten Filmemacher des frühen Hollywoods, Cecil B. De Mille. Meister John Waters beweist wieder einmal, wie nahe Genie und Wahnsinn doch beeinander liegen.

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