Can A Song Save Your Life?

Komödie/Drama, USA 2013
Die Musikerin und der Zyniker - ob das gut geht?

Die Musikerin und der Zyniker - ob das gut geht?

Der Originaltitel beantwortet bereits die Frage, die die "Übersetzung" hierzulande stellt: "Begin Again", in Österreich als "Can A Song Save Your Life?" im Kino, erzählt acht Jahre nach John Carneys Musikfilm-Juwel "Once" vom schicksalhaften Aufeinandertreffen eines abgehalfterten Musikproduzenten und einer scheuen Songwriterin.

Treffen sich zwei Loser in einer abgefuckten Bar in New York City: Kein Witz, sondern unverhoffte Lebenswendung für Ex-Plattenboss Dan (Mark Ruffalo) und Singer-Songwriterin Gretta (Keira Knightley). Dan - pleite, leicht alkoholsüchtig, seiner Ex-Frau Miriam (Catherine Keener) nachtrauernd und die widerspenstige Teenager-Tochter Violet (Hailee Steinfeld) missverstehend - wurde gerade erst von seinem Partner aus der gemeinsamen Plattenfirma rausgeschmissen. Gretta - als Londonerin neu im Big Apple - wurde soeben von ihrem Freund, dem als Solo-Sänger zum Star avancierenden Dave (Adam Levine), sowohl karriere- als auch liebestechnisch aufs Abstellgleis gestellt.

Ihr Rückflugticket ist schon gebucht, als Dan sie in einer kleinen Bar im East Village einen eigenen Song singen hört - und dabei als jene große Chance erkennt, seine Durststrecke bei der Suche nach potenziell erfolgreichen Acts zu beenden. Durch persönliche Misere ebenso verbunden wie durch die Leidenschaft zur Musik, tun sich die ungleichen Kreativen zusammen und machen sich an die Aufnahme eines improvisierten Albums auf den Straßen New Yorks.

Nun soll und kann "Can A Song Save Your Life?" kein neues "Once" sein, auch wenn der Film in dieselbe Kerbe schlägt: Wie auch schon beim mit Kleinstbudget gedrehten irischen Indie-Streifen von Carney rund um die aufkeimende Freundschaft eines irischen Straßenmusikers und einer musikalisch talentierten Immigrantin aus dem Jahr 2006, geht es hier nicht um die romantische Zusammenführung zweier Protagonisten, sondern um die positive Lebensveränderung durch den jeweils anderen bzw. durch die Kraft der Musik.

Das fällt im Hollywoodgewand erwartungsgemäß kitschiger aus als beim naturalistisch angelegten Vorgänger - auch wenn die Chemie zwischen dem wunderbar schludrigen Mark Ruffalo und der immer entzückenden, stimmlich positiv überraschenden Keira Knightley genauso stimmt.

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