Buried

Drama, E/USA 2010
Ryan Reynolds ist gefangen in der Kiste

Ryan Reynolds ist gefangen in der Kiste

90 Minuten in einem Holzsarg, tief unter der Erde. Das ist das Setting von "Buried - Lebend begraben", dem zweiten Spielfilm von Rodrigo Cortes. Der spanische Regisseur lässt seinen Protagonisten in einem Sarg aufwachen und eineinhalb Stunden um sein Leben kämpfen.

Nicht nur mit dem Vorhaben, einen Film allein in einem Sarg anzusetzen, ging Cortes ein Risiko ein, sondern auch mit seiner Besetzung des vermeintlichen Hollywood-Schönlings Ryan Reynolds ("Selbst ist die Braut") als einzigen Schauspieler. Ein Risiko, das sich auch dank des Drehbuchs von Chris Sparling ausgezahlt hat. Am 4. November startet der ungewöhnliche Thriller in den österreichischen Kinos.

Beklemmung. Jenes Gefühl, das sich in den ersten Minuten von "Buried - Lebend begraben" nicht vermeiden lässt. Der Zuschauer sieht sich mit einer schwarzen Leinwand und dem aufgeregten Stöhnen eines Mannes konfrontiert, erst das Licht eines Feuerzeugs offenbart die Situation: Paul Conroy, Familienvater und amerikanischer Truckfahrer im Irak, liegt lebend begraben in einem Holzsarg, nur mit einem Handy ausgestattet, das sein einziger Kontakt zur Außenwelt ist. Wie Conroy dort gelandet ist, weiß er nicht. Das einzige, was er wahrnimmt, ist der stetig schwindende Sauerstoffgehalt, die unerträgliche Hitze und die hohe Wahrscheinlichkeit, innerhalb der nächsten zwei Stunden hier sein Leben zu lassen. Es folgt ein Überlebenskampf, in dem er jenen Menschen, durch die er mit dem Handy Kontakt aufnimmt, komplett ausgeliefert ist.

Manch einer mag daran zweifeln, dass der 34-jährige Reynolds diesen Film allein tragen kann, kennt man ihn doch als Durchschnittstypen in Romantikkomödien wie "Selbst ist die Braut" an der Seite von Sandra Bullock oder als einfachen Jungspund in "Party Animals". 2011 soll er mit der Rolle als Comicheld "Green Lantern" unter der Regie von Martin Campbell (der schon Daniel Craig als James Bond in "Casino Royale" in Szene setzte) in die Riege der Hollywoodstars aufgenommen werden. Mit seiner Rolle in "Buried" ist Reynolds der wahre Coup gelungen: die Wahrnehmung als ernstzunehmender Schauspieler.

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