Borg/McEnroe

Drama, S/DK/FIN 2017

Hitzkopf McEnroe gegen den souveränen Borg

Das Drama erzählt vom Aufeinandertreffen von Björn Borg und John McEnroe im Jahr 1980, das als das beste Wimbledon-Männer-Finale aller Zeiten gilt

Wir schreiben das Jahr 1980. Mit den Wimbledon Championships steht einmal mehr eines der traditionsreichsten Rasenturniere des Tennissports vor der Tür -und für den besten Tennisspieler der Welt soll es ein weiterer Triumphzug werden: Der ultracoole schwedische Allesbeherrscher Björn Borg kann als erster Spieler überhaupt seinen fünften Wimbledon-Titel hintereinander holen.

Im 21-jährigen Amerikaner John McEnroe sehen einige Kommentatoren und Experten aber schon einen vielversprechenden Herausforderer -und sehnen noch vor dem ersten Spiel des Turniers das mögliche Traumfinale Björn Borg gegen John McEnroe herbei. Wimbledon 1980 ist fest in der Hand der beiden Stars. Der als Nummer eins gesetzte Schwede wird seinem Image der scheinbar unbezwingbaren Tennismaschine vom ersten Spiel an gerecht, gibt bis zum Finale gerade einmal zwei Sätze ab. Seinem Markenzeichen, während einer Begegnung nie Emotionen zu zeigen, bleibt "Ice-Borg" treu. Weder aussichtslose Rückstände noch Ausbrüche seiner Gegenspieler oder Fehlentscheidungen der Schieds-und Linienrichter scheinen ihn aus der Ruhe zu bringen.

Ganz im Gegensatz zum aufstrebenden Amerikaner John McEnroe, der bei dem Turnier als Nummer zwei gesetzt ist. Der US-Jungstar, Sohn eines wohlhabenden Rechtsanwalts, Absolvent der besten New Yorker Schulen, hat sich längst an die Tennis-Weltspitze gespielt. Doch um sein Bestes zu geben, schreit und pöbelt er -und drischt in seinem Frust mit dem Schläger herum. McEnroe, der davon beseelt ist, Wimbledon zu gewinnen und Björn Borg damit vom Thron zu stürzen, gilt als "Bad Boy" des Tennissports -und zählt nicht gerade zu den Publikumslieblingen. Während er sich entschlossen ins Finale vorkämpft, ahnt er nicht, dass im Verlauf des Turniers ausgerechnet sein größter sportlicher Rivale in ihm eine verwandte Seele erkennt ...

Das Aufeinandertreffen von Björn Borg und John McEnroe im Jahre 1980 gilt als das beste Wimbledon-Männer-Finale aller Zeiten. Dieses Spiel nimmt nun Regisseur Janus Metz in ‚Borg/McEnroe‘ als Ausgangspunkt für einen Film über den erfolgreichsten schwedischen Spieler aller Zeiten. Der Titel täuscht also ein wenig: Zwar erfährt man so manches über John McEnroe, im Mittelpunkt steht aber - wie der schwedische Originaltitel Borg vermuten lässt - Björn Borg, hervorragend verkörpert vom isländischen Newcomer Sverrir Gudnason. Intelligent eingesetzte Rückblenden offenbaren zudem faszinierende Details über Borg, der als Kind ob seiner Wutausbrüche immer wieder kurz vor dem Ausschluss vom Tennistraining stand. Ganz ähnlich wie ‚Rush‘ entpuppt sich Borg/McEnroe als packende und stimmige Chronik über eine legendäre Rivalität, die im Sport ihresgleichen sucht.

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