Bolt Ein Hund für alle Fälle

Komödie/Family, USA 2008
Bolt trifft auf die durchgeknallten Tauben

Bolt trifft auf die durchgeknallten Tauben

Tief holt er Luft, der kleine Hund "Bolt". Alle vier Pfoten stemmt er in den Boden. Und dann bellt er. So laut, dass es die Armee an Bösewichten, die Bolt und seine Besitzerin Penny verfolgen, mitsamt ihren Motorrädern, Hubschraubern und schwarzen Limousinen durch die Luft wirbelt. Klingt unglaubwürdig? Nicht für Bolt. Der ist nämlich, ohne es zu wissen, Filmstar.

Und sein Leben nur eine Kulisse, eine Illusion, die aufrechterhalten wird, damit Bolt selber an seine Kräfte glaubt und dadurch bei den Filmaufnahmen authentisch bleibt. Dass er im echten Leben kein Superheld ist, muss der liebenswerte Hund im Disney-Streifen erst schmerzhaft erfahren. Denn eines Nachts reißt Bolt im Irrglauben daran, dass Penny entführt wurde, aus dem Studiokomplex aus. Und draußen in der wirklichen Welt wird er erstmals von Hunger, Schmerzen und der Begrenztheit des Daseins an sich gebeutelt.

Dabei lernt er, nach altbekannter Disney-Moral, dass man keine übernatürlichen Kräfte braucht, um ein wahrer Held zu sein. Unterstützt wird er auf diesem Weg zur Selbsterkenntnis, der ihn durch die ganzen USA führt, nicht zuletzt durch einen verrückten Hamster in einer durchsichtigen Plastikkugel. Der ist fett, und Fan von Bolt, der TV-Figur. Dass der "echte" Hund keine Superkräfte hat, will Rhino, der Hamster, nicht glauben. Und er feuert Bolt solange dazu an, wieder zu Penny zurückzufinden und an die Echtheit ihrer Zuneigung zu glauben, bis Bolt über sich hinauswächst.

Der Animationsfilm hat alles, was gepflegte Familienunterhaltung braucht: Einen hohen Süßheitsfaktor, eine kindgerechte Story, Slapstick und Charaktere, die auch die erwachsene Begleitung amüsieren (wie die abgedrehten Tauben, die in Los Angeles versuchen, wirre Drehbuchideen an den Mann zu bringen). Das alles lässt sich, dem derzeitigen Trend folgend, im Kino noch dazu digital und dreidimensional genießen.

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