Blueprint

Drama/ , D 2003
Franka Potente als Mutter und als geklonte Tochter

Franka Potente als Mutter und als geklonte Tochter

In Rolf Schübels Romanverfilmung "Blueprint" geht es ums Klonen. Franka Potente spielt darin nicht nur die an Multipler Sklerose erkrankte, weltberühmte Pianistin Iris Sellin, sondern auch deren rebellierende Klon-Tochter Siri. In Rückblenden wird erzählt, warum Mutter und Klon sich tausende Kilometer weit voneinander entfernt haben.

Abgeschirmt von der Außenwelt lebt die junge Frau Siri in den kanadischen Wäldern, scheu wie die Wapiti, eine seltene Hirschart, die sie fotografiert. Mit 13 Jahren musste sie erfahren, dass sie der erste menschliche Klon ist, ein Geschöpf ihrer Mutter Iris Sellin und des ambitionierten Reproduktionsmediziner Martin Fischer (Ulrich Thomsen). Von dem Schock, den der plötzliche Medienrummel und die Identitätskrise auslösen, kann sich Siri nicht erholen, und aus dem engen Verhältnis zu ihrer Mutter wird ein hasserfülltes.

In gemeinsamen Konzerten brüskiert das Wunderkind die berühmte Mutter, wenn sie sich mit Davidstern als Klon markiert. Dann versucht sie ihr auch noch den Liebhaber auszuspannen, sie gar im Klavierspiel zu übertreffen. Doch bei ihrem ersten selbstständigen Konzert versagt sie - und die Mutter springt ein. Siri flüchtet erst zu ihrem Ziehbruder Janeck (Wanja Mues), dann in den versuchten Selbstmord, dann nach Kanada. Doch vor ihrer Herkunft kann sie nicht fliehen, als die Mutter im Sterben liegt, muss sie sich überwinden und nach Hause kommen.

Ethik in der Wissenschaft, Klonen als Eingriff in die Natur, dies bleiben in "Blueprint", Schübels Verfilmung von Charlotte Kerners gleichnamigen Roman, lediglich Nebenthemen. Sie dienen als Aufhänger für den Mutter-Tochter-Konflikt: Von Nähe zu Ablehnung, von naiver Liebe zu kritischer Hinterfragung, eigentlich ist es eine Geschichte des Erwachsenwerdens, unter erschwerten Bediengungen sozusagen.

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