Blick in den Abgrund

Dokumentation, A/D 2013
Die Arbeit hinterlässt Spuren bei den Profilern

Die Arbeit hinterlässt Spuren bei den Profilern

Zu Beginn der Doku "Blick in den Abgrund" von Barbara Eder steht ein Zitat von Friedrich Nietzsche: "Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehen, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein". Die sechs porträtierten Profiler haben unterschiedliche Strategien, mit den täglichen Abgründen ihres Berufs umzugehen.

Manche ertragen den Horrorjob nicht über Jahre. In dem österreichischen Dokumentarfilm berichten sechs Profiler aus vier Ländern, wie sie Mördern auf die Spur kommen und mit Sadismus und zerstückelten Leichen umgehen müssen. Eine Psychologin aus Finnland sagt: "Manchmal fühlt man sich klein bei der Frage nach dem Warum." Noch in der Sauna denkt sie über Blutspuren nach. Ein deutscher Kommissar hingegen sitzt einem bulligen Kriminellen gegenüber, der sich nicht an Gesichter von Frauen erinnert, die er vergewaltigte. Das interessante Werk zeigt auch Details, die zum Teil schwer verdaulich sind.

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